1952 - vor 50 Jahren: 300 SL
„Sehr geehrte Schriftleitung! Der neue Mercedes-Benz Sportwagen Typ 300 SL (Super-Leicht) wird in dieser Woche erstmalig Versuchsfahrten in der Öffentlichkeit durchführen. Aus diesem Anlass übersenden wir Ihnen anliegend die technischen Daten dieses Fahrzeugs und ein Foto.“ So kündigt das Unternehmen in einer Pressemitteilung am 10. März 1952 das Debüt des 300 SL (Baureihe W 194) an. Am 12. März war es dann soweit, der 300 SL wird einer ausgewählten Gruppe von Journalisten auf der Autobahn Stutgart - Heilbronn vorgestellt. Zunächst als reines Wettbewerbsfahrzeug konzipiert, überredete bald darauf der umtriebige Geschäftsmann und Importeur Europäischer Autos Max Hoffmann die Unternehmensführung der Damimler-Benz AG, daraus einen Serienwagen zu entwickeln. Der Supersportwagen 300 SL (W 198) war bereits damals aufgrund der zahlreichen Motorsporterfolge und der großen Zahl prominenter Besitzer (sogar Picasso hatte einen) eine Legende, denn die Normalsterblichen fuhren Mitte der 50er - wenn überhaupt - Lambretta oder Pucherl, Goggomobil und bestenfalls 25-PS-Käfer. Ein Unterschied wie Tata Nano und Bugatti Veyron, nur eleganter. HAPPY BIRTHDAY SL!

1962 - vor 50 Jahren:
Passend zur Limousine wurden im Februar 1962 die 300 SE-Cabriolet und -Coupé-Modelle der Baureihe W 112 präsentiert. Dem seit dem Jahr 1961 erhältlichen "Einstiegsmodell" mit dem 2,2 Liter 6-Zylinder (220 SE / W 111) wurde ein Jahr später das Modell 300 SE mit dem berühmten 3-Liter Alu-Motor und Luftfederung (W 112) zur Seite gestellt. Aufgrund der perfekten Form wurden Cabrio und Coupé weitgehend unverändert bis 1972 gebaut, dem Geburtsjahr des nächsten Jubilars W 116, die W 112-Modelle mit Luftfederung wurden aber bereits im Dezember 1967 wieder eingestellt...

1972 - vor 40 Jahren:
Mercedes-Benz präsentiert den Chef-Wagen der 70er: die S-Klasse der Baureihe W 116 markiert den Beginn einer neuen Ära und festigt das Sicherheits- und Qualitätsimage der Marke mit dem Stern... Aufgrund der anhaltenden Beliebtheit dieser Modellreihe steht 2012 die Baureihe 116 als Auto des Jahres im Rampenlicht des Mercedes-Benz Classic Clubs.

1982 - vor 30 Jahren:
Eine Sensation für die Autowelt ist die Präsentation des "Baby-Benz" im Jahr 1982. Die Baureihe W 201 bedeutet die Erweiterung der Limousinen-Palette des Stuttgarter Herstellers und wird heute als Vorläufer der C-Klasse bezeichnet. Sensationell und durchaus umstritten war der gänzliche Verzicht auf Chrom-Ornamente und die Einführung der Keilform; der 190er stellt auch deshalb einen markanten Bruch mit der Tradition dar und ist fast das Gegenteil des oben erwähnten W 116, der 10 Jahre zuvor vorgestellt wurde...
1992 - vor 20 Jahren:
Die Weltpremiere des SEC-Coupés der Baureihe 140 fand im Januar 1992 auf der North American International Auto Show in Detroit statt, die Europapremiere erfolgte zwei Monate später auf dem Genfer Automobilsalon. Die zu Beginn angebotenen Varianten 500 SEC (M119 V8-Zylinder) und der 600 SEC (M120 V12-Zylinder) stellten die Topmodelle des Pkw-Programms dar. Technisch basierten die SEC-Coupés auf den 1991 vorgestellten S-Klasse Limousinen; stilistisch präsentierten sie sich jedoch deutlich eigenständiger als ihre Vorgängermodelle der Baureihe 126. Mehr noch: Sie verdeutlichten die Tradition der Coupé-Geschichte bei Mercedes-Benz auf ganz außergewöhnliche Weise. Klare, ruhige Formen mit dezenten Kraftlinien verströmten Dynamik und unprätentiöse Sportlichkeit.

Recht ungewöhnlich kommentierte das amerikanische Fachmagazin Road & Track den Auftritt des Coupés: „Eines Königs würdig ist dieses S-Klasse-Coupé, es ist genau das, was zum Beispiel König Ludwig fahren würde, wenn er heute noch lebte."
Zu Beginn trugen die Coupés die Typenbezeichnung "SEC", ab Juni 1993 wurde aus dem SEC 600 das "S 600 Coupé" und ab Juni 1996 trugen sie das Kürzel "CL". Die Produktion endete im September 1998, fast genau sechs Jahre nach dem Hauptserienanlauf. Insgesamt wurden im Werk Sindelfingen 26.022 Coupés der Baureihe 140 produziert.