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Alles Original!

Wenn ich so denk' und lenk' grad nix

Liebe Freunde,


ich schreib euch wieder einmal – diesmal aber nicht aus dem Ölsumpf.

 


Reisen bildet bekanntlich und so begab ich mich auf Reisen. Wohin reist denn nun ein Automane?

 

 

Na? Wohin wohl? Nach Imst ins heilige Land Tirol, über die West bis zur ansfeldner Bauerneierspeis mit der typischen bodenlosen Tasse vom Rosenberger. Der Rosenberger ist mir vom Image her immer schon wie der Konsum erschienen. Und jedes Mal fall' ich doch wieder auf Westreisen beim Rosenberger ein, um eines Besseren belehrt zu werden – mit einem richtig guten Frühstück, freundlicher Bedienung und allem unerwarteten Besseren. Im Alltag pflege ich keinerlei Nahrung vor High Noon zu mir zu nehmen - weiß schon ernährungswissenschaftlich ganz pfui - auf Reisen aber ……

 

Und so läuft`s dann über den Hangar 7 weiter nach Rosenheim, Kufstein, an Innschbruckckck vorbei bis ins Oberinntal nach Imscht zum alteingesessenen Mercedes Händler, einem respektablen Daimler–Chrysler Betrieb. Man erwarb dort eine Pagode und plante sie zu restaurieren. Ich sollte das Auto taxieren, um eine erste Kostenschätzung vorzunehmen.

 

 

Doch leider reingefallen auf einen Rosstäuscher, der, ausgestattet mit einem angeblichen Fürsprecher aus der Alt-Mercedes Branche, die Rodel unserem Tiroler aufs Aug' drückte. Das Konglomerat aus verschiedenen Baujahren und Typen der Pagodenreihe ist schon auf den ersten Blick eine Vollmöhre (für die Ösis: a Heisl vom Gsicht bis zum Oasch) und ein von-null-weg-Restaurationsobjekt. Wenns für den Schauraum eines großen Mercedes-Betriebes passend werden soll jedenfalls trotz Möglichkeiten eines Mercedes-Betriebs ein wirtschaftliches Desaster der Sonderklasse.

 

 

 

Nach einem kurzen Pauserl im Epizentrum nordalpiner Selchfleischkunst tauchen wir nach München zum Schattenkirchner Helmut, seines Zeichens Gottvater der Mercedes 600 Hydraulik und Luftfederung. Herr Schattenkirchner weiß alles und noch viel mehr vom kleinen Luft- und Hydrauliknervensystem der 600er, obendrein keine Star- Guru- oder sonst-was-Allüren.

Durch die 17-Uhr-Staustunde nach Albaching zu Edmund und Bernhard, zwei mercedesophilen Schraubersammlerhändlern, brauche dies und das, plaudere über dies und das, frag' was mit dem rechtsgelenkten 600er ist und der Edmund erzählt von einem Gutshof auf dem die Kinder des Gutsherrn im 600er über die Forstwege bretterten – fährtnochundisttot.

 

 

Kommt der Bernhard doch glatt mit einem 230 CE W 123, ahorngelb - schon wieder gelb - , Interieur Stoff grün - auch fad - und KEINE Extras, Erstbesitz, 31.466 KM – 31.466 KM !!!!!! Zustand vordere Kotflügel: sehr eckig, Stossstangenecken hinten auch sehr eckig, Kupplung hin. Kostet 6.500.- - erste Idee istschonsehrteuer und der Marktwert und die Reparatur undundund. Und dann bin ich gefahren mit der hinigen Kupplung. Und dann hab ich das Auto gekauft - ohne wenn und aber. Jetzt werd's Ihr sagen: der issja deppert. Und: aber wieso und warum und wozu ausgerechnet einen Ahorngelben mit ohne Extras?

Weil Ihr, liebe Freunde und Bastler und Restaurierer und Forenschreiber und Alleswisser nienienie einen solch perfekten Mercedes 230 CE fahren, angreifen, anschauen, riechen und fühlen werdet. Die Nachhausereise dieser 1200 KM Tour war ein Time-Warp nach 1981 mit einem Neuwagen von Albaching nach Wien.

 

 

Die W 123 Baureihe von Mercedes war und ist ja immer noch der erste Dauerläufer der ältesten Automobilfabrik der Welt. Mein eigener 280 TE hatte 470.000 KM auf dem Buckel, hab ihn heute noch - meine Frau fährt einen mimosengelben 300TDT im täglichen Gebrauch (Kinder, Hunde, Ikea, Pferde...) und alle fahren gut, aber selbstverständlich nicht mehr neu. Trotzdem immer noch viel besser als moderne Rappelkisten aus dem Mobile.de-Katalog.

 

 

 

Und ganz Allgemein gesagt, meine lieben Mercede Freunde: ihr könnts ein kleines, ja sogar ein großes Vermögen in alle Gummis und all die anderen Gimmicks stecken, so was, wie dieser 230 CE wird’s trotzdem nienienie werden. Original, nix rumgebastelt, nix jemals abgenützt, nix Radio, auch nix Radio lauter drehen müssen, weil wo was am Auto jeiert, nix das Heizgebläse macht da so ein…, und die Heizregler – hab ich vergessen – also so leicht müssen sich die drehen und das Licht vom Tacho so hell und die Fenster sind so richtig dicht und der Motor ist sooo leise und ich hab' geglaubt der M102 wäre ein Brummwürfel übelster Sorte – is ois net woa, Wie feinnervig die Lenkung reagiert, das Fahrwerk Rüttelpisten glattbügelt, alle Bedienelemente funktionieren seidenweich - des kriagst net hin – niemals.


Ich werde ganz bestimmt für meine Aussagen gesteinigt werden, aber Ihr könnt sagen was Ihr wollt (danke Shakespeare): egal welches Auto: original ist und bleibt unschlagbar. Punkt. Und aus.

So betrachte ich meine kleine Reise ins Neuwagenland als Studienreise und muss mein ganzes Schaffen und Arbeiten mit Klassikern und Oldtimern kräftig überdenken.

Und allen "Typwissenden" ins Stammbuch geschrieben: Ab welchem Monat welche Zierleisten wo angepickt wurden – alleswurscht – wenn das Fundament und das ganze Gebäude über Jahrzehnte und hunderttausende Kilometer zerstört wurde und nur die Ruinen von Troja übrig sind, haltet inne und denkt an meine salbungsvolen Worte: neich is neich.

 

 

 

Zurück zu meinem CE: mich wird das Auto ca. 10.000.- kosten (zwei Kotflügel, zwei Stossstangenecken - alles natürlich new old stock - eine neue Originalkupplung, dazu ein Service und sorgfältige Pflege). Egal welche Basis Ihr auch erwählt (ein Wrack um einen Euro, einen Halbgepflegten um 1500.-, oder einen Topgepflegten mit 230.000 KM um 4.500.-) nie wirds wieder ein Neuwagen, egal was Ihr auch investieren werdet, unwiederbringlich verloren, WEG!

 

Und so schließt sich der Kreis:
Der Michael E. hat bei EBAY einen 220a Baujahr 1955 ersteigert, um kranke 14.500.-. Da haben alle Freunderl besonders NICHT mit weisen Ratschlägen gespart: warum er nicht statt dessen den dort um... , weil der wäre doch... und überhaupt... – alles blablabla.

Dieser 220er hat tatsächlich noch den ersten Lack, die erste Tapezierung und ALLE Montagefilze unter ALLEN Armaturenbretthölzern, ein Servicebuch, ein in allen Details homogenes Ganzes, ein einheitlicher Erhaltungszustand. Und was für ein Bild: ungeschweißt sowieso, alle Fugen tadellos, die Schaltung, die Lenkung, der olfaktorische Eindruck, und alles sonst, da passen ALLE Zierleisten, weil ab Werk montiert (und nicht wie üblich vom Zerlegemurkser bereits bei der Demontage erstmals leicht verbogen, dann vom Metallschleifer an der Polierscheibe zu Tode geglüht und im Anschluss mäßig verchromt, dieser Leistenwurm nachher an eine andere Kotflügelkontur drangepappt mit einem Drittel der Montageschrauben und fertig ist die Restaurierung).
Also, der E.sche 220a bekam dann eine vorsichtige Aufwachkur mit neuen Bremsen, Reifen, Auspuff, Tank, Benzinpumpe, Vergaser, Verteiler, alle Öle, Batterie zu ca. 7.000.- insgesamt. Schonschönteuergell? Fährt nun wie ein neuer 220a Baujahr 1955. Absolut perfekt.

 

 

Da fällt mir noch was ein: Ich habe als kleiner Bub mitbekommen wie Pontontüren von originalen Autos schließen, und habe 45 Jahre später zur Montage von 4 Türen (zu einem perfekt aufgebauten 219 = alle Türen aus diesem Auto, unfall- und rostfrei) gezählte 122 Arbeitsstunden gebraucht bis ebendiese Türen in allen Funktionen so wieder herzustellen wie sie ursrünglich waren - nämlich perfekt auf-zu, Fenster rauf-runter und Schloss sperren - insgesamt passen wie im frisch vom Band anno 1958.
Aber wem bitte kann denn ein Restaurier-Betrieb 122 mal 76.- EUR plus USt. plus Material für 4 depperte Türen umhängen? Und glaubt's mir: Schneller geht’s nicht. Und Ich kann die Türln seit meiner Jugend im Finstern unter Wasser zamschraufn', ka Schmäh'. So g'hört das aber. Jaja, ich weiß eh'. Aber versucht's, eine Pontonlimousine um 21.500.- in einen Werksneuzustand zu versetzen – das vollbringen nicht einmal die sieben Zwerge.

 

A propos sieben Zwerge, weiter geht die Märchenstunde:
Kommt einer zu mir in die Werkstatt und sucht eine neue hintere Stosstange für einen 190Db, Baujahr 1960. Wie? - Neich? - Ohne Lagerspuren? - Isderwoaugrennd? (Übers.: Hat der n' Rad ab?) -
Aha, jojo 9000Km hat er !?!  - Am Tacho -  Gschichtl!
Und dann erinnere ich mich an meinen 230 CE. Und der Kunde ist eigentlich sehr nett und der ist bestimmt kein Dodel, also frag' ich nach – wiedennwodennwasdenn und höre und staune. Herr Behutsam – so nenn' ich den Kunden - erzählt von einigen glücklichen Zufällen, vom erstmaligen Erblicken des Autos im Jahr des Herrn 1962 – Behutsam war gerade 5 geworden, als der Pfleger-Onkel mit dem 190er am Elternhaus vorbeifuhr. Ich nenne den Herrn  „Pfleger“ in nestroyscher Manier. Der Erstbesitzer nämlich - Herr Pfleger kauft anno Domini 1960 beim Mercedes diesen 190Db in schwarz mit 220er Zierleisten, 220er Blinkern, einem Becker Mexico Radio und Weißwandreifen. Er belohnt sich und seine Frau nach einem arbeitsreichen Leben mit diesem Mercedes um in SIEBEN Jahren 53 mal von Breitensee im 14. Wiener Gemeindebezirk nach Auerstal zu reisen. Welchen Stellenwert hatte eine solche Reise für die Pflegers, die sich immerhin im Durchschnitt 7,5 mal pro Jahr zur Fahrt nach Auerstal rüsten. Um die Wurschtsemmeln zu kaufen wird der Mercedes prinzipiell nicht ausgepackt, auch nicht mal schnell zum irgendwohingurkerln. Und im Jahr 1967 stirbt die Frau Pfleger und Herr Pfleger fährt nie wieder mit dem schwarzen Mercedes. Er garagiert das Auto und stirbt selber nach 36 Jahren. Und Herr Behutsam erwirbt das Auto seiner Kindheit und traut sich aber selber nicht fahren, weil er will die Ruhe des Schwarzen nicht stören, sucht dem Auto NEUE Stossstangen, die 9000 KM alten hatten schon drei oder vier Kratzer.

 

 

 

Der Nächste bitte:
Können sie bitte ein 70.000 KM Service machen?
Naaa i hob jo kann Tester für de Tuppergschirln! Hab' natürlich gedacht, es wäre ein Plastikauto. Der Kandidat ist aber ein W 108 Baujahr 1966. Jooo nadesgehtscho!
Und so entert ein wunderschöner dunkelgrüner 250 SE Automatic (mit c geschrieben!) meine Werkstatt. Oisoriginal und nix zum repariern, a bissl oschmiern', Ölwechsel, 2 Achsschenkel neu und aus.
Und dann folgt das Fahrerlebnis - der leicht singende Motor an einer für moderne Ansprüche eine Idee zu ruppigen Automatic, feinstes Sitzgefühl, Wohnzimmerathmosphäre  (wenn Sie richtig sitzen, reichen Sie niemals mit ausgestrecktem Arm an die Windschutzscheibe – probieren Sie die Übung im 2007-Lifestylekombi), nichts klappert, Federung langhubig, saubequem.
Mit dem Auto wurde  gefahren – weise gefahren – es ist am Fahrwerk absolut kein Bauteil verschlissen, geschweige denn defekt. Und der Handschuhfachdeckel passt wie eh und je, die Leuchte im Handschuhfach leuchtet so wie bei der Auslieferung.
Versuchen Sie so ein zerstörtes Armaturenbrett in all seinen Funktionen instandzusetzen bis alles passt wie damals… und Jahre später knorzt trotzdem in Linkskurven der Tacho noch ein bissl.

 

 

Und die Quintessenz aus der G'schicht?

Prüft, sucht, wartet, leidet VOR dem Kauf eines Autos Eures Begehrs.
Damit es nicht umgekehrt passiert, nehmt einen wissenden Druiden zum ersten Date mit, ein Fachmann schätzt Eure neue Liebe ein wenig distanzierter ein (O-Ton zum Verkäufer: Und wo is da schene? Und zum begierig Hechelnden: Kumm', gemma, des is a Heisl!)
In 99% aller Ankaufsanfälle bewirkt Ausschalten der Testosteronsteuerung und bei gleichzeitigem Einschalten der Großhirnrinde ein 100% besseres Objekt der Begierde.
Der Ankauf eines Wracks - egal zu welchem Preis - ist meist schlussendlich ein teures Abenteuer ohne Fahrfreude und summa sumarum eine Unglücksbeziehung. Das Ergebnis der daran anschließenden Restaurierung wird mit dem vielfachen Einsatz der Geldbörse, dem hundertfachen Nervenmord, einem zehntel der zurückgelegten Fahrstrecke, der dreißigfachen Ausrollhäufigkeit und einem Drittel der Fahrzeugqualität gekrönt.

 

Analyse: Woran wird an einem Unglücksprojekt gespart?
Naudiarlich aun oin wos ma ned sicht und sogleich ist eine weitere Vollmöhre geboren – und ab ins Inderned und auf die Jagd nachden TESTOSTERONEN mid'n Gerschtl und ohne Druiden.

Daher:
Wählt besser das auf den ersten Blick momentan teurere, aber bessere Auto, vielleicht auch das kleinere Modell, wenn`s Geld nicht reicht. Coupé statt Cabrio, Sechszylinder statt V8, S statt SEL, 230.4 statt 230. Oder den Diesel.

And remember: chrome does not bring you home!

 

Die essentiellen Fragen:
Kann ich mir das leisten? Trau ich mir zu, das Auto zu fahren?
Liebe Freunde, Ihr glaubts nicht wie viele Rennsemmeleigner schon drei Tag vorm ersten Anstarten feuchte Hände und Schweißausbrüche haben.
Passe ich rein ins Ambiente? Will ich nach 9 Stunden Ennstal Classic oder Fahrt zur Erbtante auch noch drinsitzen?
Sind mir ALLE, die Ezzesgeber, die Ichhabsdirjagsagtys und die Weiber wurscht? Die Kinder, die Nachbarn, der Chef, die Klienten oder die Geschäftspartner?
Wofür brauch ich das Auto? Für mich? Für die Anderen? Für de Hasen? Fürs In-Beisl?
Für die Sahara? Für die Mille Miglia? Für die Garage?
Für Pebble Beach? (Dafür muss er wenigstens nicht fahren.)
Krieg ich ein steifes Gnack vom Cabriozug? Und einen Bandscheibenvorfall vom RS Fahrwerk?
Wie schön muss sie sein die Göttin? Wie sophisticated der Rolli? Wie selten der Lagonda? Wie teutonisch perfekt der 911er? Wie charismatisch der Dino? Wie muskulös der Challenger?  
Bitte selber antworten.

 

 

Unddieschnäppchen?
Gibt’s nicht!!! Und wenn doch - ein Supermazzeltow, a Megaeadäpfel, der Lottosechser.
Auf ein Schnäppchen warten? Wie lange? Worauf? Auf die eierlegende Wollmilchsau?

 

Abschreckendes Beispiel für "Schnäppchen":
Annonce: "Mercedes 280 SE Flachkühler Cabrio toprestauriert, Leder, Holz, Lack, Chrom, Mechanik neu. Wertgutachten 72.000.-, Zustand 1-. Seit Restaurierung 3.500 Km gelaufen, FP 58.500.-"
Also ehrlich, wer is so DEPPERT allen Ernstes zu glauben, dass ein Flachkühlercabrio im beschriebenen Zustand um an Ochtafuffzga owegeht?

Und nun zwei passende Texte – einmal für Kunden – einmal für den internen Gebrauch:

 

Sehr geehrter Herr Kunde!
Wir bedanken uns für das Interesse, das Sie diesem Spitzenklassiker der Marke Daimler-Benz entgegenbringen und erlauben uns höflichst, Ihnen beiliegendes Angebot zu überreichen, dem Sie bitte alle wesentlichen Details entnehmen wollen [...]
Zu weiterführenden Auskünften steht Ihnen unser Herr Knorzschuh jederzeit gerne zur Verfügung. Wir würden uns freuen, Ihren geschätzten Kaufantrag zu erhalten, dessen sorgfältige und diskrete Abwicklung wir Ihnen zusichern
und verbleiben mit vorzüglichster Hochachtung
Fa. Rosstäusch GmbH

intern:

Sehr geehrte Kunde!

Anbei unser Angebot über ein kunstvoll hergeschminktes Ziwudl, zusammengebraten aus Überbleibseln. An diesem begehrenswerten Objekt mit sicherem Wertzuwachs für unsere Kassa wurde von namhaften Spezialisten ausschließlich im Hinblick auf die Kosten eine Leiche angemalt, schon einmal ein Investor vor Ihnen gerupft und nun wartet der selten schauerlich zurechtgeschusterte Zombie auf Ihre Garage und wir auf Ihr Bares.

Aber pronto!

 

Zur Info anbei daher nun die Preisliste für ein Flachkühlercabrio, perfekt:

Anschaffung eines Restaurierobjekts  20.000.- (darunter gibt’s NUR Schrott oder zerschnittene Coupés)

Karosseriearbeiten und Sandstrahlen incl. Blech 18.000.- (mindestens !)

Lack: 6.000.- (ohne Landkarten)

Mechanik (ALLES!): 25.000.- (hoffentlich auch Details)

Chrom (es soll wirklich glänzen?): 17.000.-

Interieur, Verdeck: 20.000.- (fürs Geradesitzen und trocken Heimkommen)

Arbeitszeit Montage: 20.000.- (oh – ein Schneller)

Nachwehen: 3.000.- (wenns wo zwickt)

Die Summe: 129.000.- na also!

Die Extras (Klima, Sperrdifferential, Sound...) 10.000.- noch nicht genug ?

 

 

In dieser kurzen Aufstellung ging nix schief, alles war von Anfang an perfekt, nix noch mal oder wieso schleift auf einmal und aus unerfindlichen gründen die Automatic?

 

Also:
Besser ein Oma-Polo, als ein Kitt-Scirrocco.
Einfacher ein Normaler, als ein Sonderextraspezial.
Lieber resedagrün einmal, als perlmuttmetallic schon öfter.
Eher Becker, als Soundsystem.
Schöner Originalplastik, als Viertelleder reinweiß.
Beliebig weiter fortzusetzen.....

 

 

Alle restaurierenden, bastelnden, customizenden etc. Hobby- und Profischrauber bitte nicht:
mich umbringen,
Euch umbringen,
Euere Autos wegschmeißen,
den Rosstäuscher morden,
die Frauen verlassen,
Auswandern – isüberallgleichschlecht -
anderes Hobby suchen wie z.B. Tiere abknallen....

Das war nur eine G'schicht aus dem Wienerwald!

 

Euer dieselbenfehlermachender Jellinek

 

PS:
Einenschönenfrühlingnoch!

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