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Jellinek -Fehlerrundumschlagbrief Nr. 2

Wenn ich so denk' und lenk' grad nix

Liebe Freunde!

Nach langer Pause schreib ich Euch wieder einmal aus dem Ölsumpf- einmal mehr um den Kontakt zur AußenweIt nicht ganz zu verlieren.

Also die G'schicht war aso (so beginnen alle G'schichten in Wien):

 

Kommt einer zu mir in die Werkstatt (so beginnen alle schlechten Witze auf der Welt) und braucht für sein 220 SE Cabrio eine Tankförderpumpe. Er müsse das Teil unbedingt bis zum soundsovielten haben - und überhaupt -, weil er hat einen Typisierungstermin und wenn er den versäumt und es dauert sowieso unendlich lange in Österreich mit den Ämtern. Und die Sonne scheint schon so warm - und ob das wirklich geht? Jaja, sie kriegen das Teil und den Halter auch dazu und den Schlauch - original versteht sich - und sie müssen die Pumpe in einer anderen Position montieren. Warum? Die Originalpumpe ist nicht mehr lieferbar. Ja diese Pumpe ist die beste Alternative und ist auch als "Ersatzteil" für die alte Pumpe vorgesehen. Nein, die Abdeckung geht nicht mehr drüber, aber für die Typisierung geht's auch so - und ich bau ihnen dann eine passende Abdeckdose.

 

Mercedes-Benz 280 SE Cabriolet im Originalzustand (Werksfoto ca. 1967)

 

Der Kunde entpuppt sich als ein ganz ein Netter.  Endlich ist die Pumpe da und die Freude ist eine kindergesichtige bis-über-beide-Ohren-Freude, weil er zangelt so gern und er kann's garnichtmehr erwarten das Teil selbst einzubauen und Probekennzeichen hat ihm ein Freund geliehen und so kann er mit Frau am Wochenende ausfahren - aber was - ausfahren ist schon viel zu viel gesagt - nur so zur Probe und nur ein bissl eh ganz vorsichtig, damit den ausgeborgten Taferln nix passiert.....

 

 Fehlersuche im 220 SE....

 

Zwei Tage drauf dann der Anruf: "Die Pumpe ist schon drin!" Ich denk mir, mitten im Vor-Mai-Stress (vorm jährlichen SL Treffen am 1. Mai): was für eine Pumpn'? Aah ja der Nette... - wos is'? Geht net? Ob er was falsch gemacht hat? Ich grüble nach (die 15-millionste Ferndiagnose) - nein da kannst nix falsch machen! Fährt er noch? "Ja schon, aber beim Gasgeben ist er sofort abgestorben und springt erst nach einer Weile wieder an und läuft nur schwach mit Standgas.... ich komm' zu ihnen in die Werkstätte". Da bin ich aber froh: das fünfundsiebzigste Mercedescabriolet in meinem Haus mit immerhin 6 Hebebühnen. Aber wenn er doch so ein Netter... - also gut, "kommen's halt".

 

Na jedenfalls ist wie durch ein Wunder - grad als er mit dem Cabrio hereingolatscht - eine Bühne frei und so nimmt das Unglück seinen Lauf: Zustand 1 aus der "Lack- und Lederfraktion" (vielen Dank für diese treffende Wortspende vom Lehmann "Mercedes" Günter aus Krottensee).

 

Von der Ferne seh' ich schon, dass der Tank zugewachsen ist vom jahrzehntelangem widmungswidrigen Gebrauch, nämlich Nichtgebrauch des Autos. Der Nette redet viel und von Zustand 1 und von zwei Gutachten, die das bestätigen würden und die sind sicher seriös und er kann sich gar nicht vorstellen, dass...

 

 "Please, pimp my ride......"

 

Nun liebe Freunde, erzähl ich euch eine G'scicht aus dem alten, nein, nicht  Wien, Florida ist's: Dort wo Büsche - kleine Büsche - Präsidenten werden, dort, wo es feucht ist immer und überall. Dorthin hat's vor vielen Jahren das 220er Auto verschlagen. Der Arme, in ein ekelhaftes Klima verstoßen, von ungelenken Mechanikerhänden zu Tode repariert und - doch welch wundersame Wendung seines Autoschicksals - zurück nach Hause transportiert. Aber oh weh - die Wunden der Feuchtigkeit, die Gicht am Karosseriekörper, die Metastasen überall werden von Kurpfuschern geschminkt, neue Verbände aufgelegt, glänzendes Chromlametta, spiegelnder Lack; und was billig und leicht zu tauschen, wird getauscht.

 

Und so muss der ehemals hochherrschaftliche Wagen als Zombie sein weiteres Dasein fristen. Auf den ersten Blick betörend; bei näherer Betrachtung - Tanz der Vampire - schön, aber tot - entschuldigt - untot. Der Wagen - von üblen Geschäftemachern geholt - zurechtgemurkst, verkauft, dann nicht gefahren, weil wer fährt schon gerne mit einem Häusl' spazieren? Und dann zur Schadensbegrenzung weiterverscherbelt als "Schnäppchen". Stimmt schon: das glänzende Wrack schnappt nach deinem Geldbörsel und deinem ruhigen Schlaf, hält dich gefangen in Warumfragen und Wiesomussausgerechnetichaufsoeinhäuslhereinfallen und Wenndasmeinefrau...

 

 Broken Dreams, oder: "des hamma glei...."

 

Ihr müsst mich spätestens ab jetzt für total geistesgestört  - vulgo wo angrennt - halten, ich versuche daher jetzt einen seriöseren Ton anzuschlagen, Euch das sozusagen ein bisschen akademisch auszuerklären:

 

Meiner Ansicht nach gibt's mehrere Parameter im Verschleiß und Verfall von Automobilen: Kraftfahrzeuge sind per definitionem Konsumgüter mit vorprogrammierter Lebensdauer. Dieses Leben ist auf eine Nutzung von ca. 10 Jahren (und da bin ich schon sehr optimistisch!) bzw. eine  Fahrstrecke von - je nach Fahrzeugklasse und Preissegment - 150.000 bis 250.000 Kilometer begrenzt. Man kann selbstverständlich versuchen,  ein Auto auch jenseits dieser Nutzungsgrenzen am Leben zu erhalten, zahlt aber Strafe bei der Wartung und leidet unter verminderter Zuverlässigkeit des Autos. Die Fahrzeughersteller wollen doch das neue Modell verkaufen mit all den tollen Extras nach denen keiner gefragt hat........

Langer Exkurs: Maybach derzeit in aller Munde, die Wiedergeburt des Exclusiven. Nur ein Beispiel von vielen: Karl Maybach, Sohn des noch berühmteren Wilhelm baute 1947/48 für die deutsche Bundesbahn Dieselmotoren für schwere Diesellokomotiven mit einer Laufleistung von bis zu 5 Millionen Kilometern. In vielen Triebwagenzügen wurde der Motor auf das Fahrgestell gesetzt und dann der Aufbau darüber geschweißt, Ausbau unmöglich, aber auch nicht notwendig.
Die technischen Raffinessen dieser Motoren lesen sich wie das Who is Who aller "Neuerungen" auf dem Dieselsektor: Vier Ventile pro Zylinder, Pumpe-Düse, Turbolader mit variabler Schaufelgeometrie, Direkteinspritzung, Tunnelkurbelgehäuse, keine Simmerringe, alle Nebenantriebe im Motor (nix Wasserpumpe rinnt nach 50.000 Km, nix Lichtmaschine ausgeglüht nach 80.000 Km, nix Spannrolle defekt unmittelbar nach Auslieferung). Diese Motoren wurden über 30 Jahre lang gebaut und viele verrichten noch immer ihren Dienst, der betriebswirtschaftliche Supergau sozusagen. Es gibt dafür auch noch alle Teile, nur brauchst eh nix. Bin gespannt wie diese Philosophie im neuen Maybach verwirklicht wurde...  ;-)

 

Z'ruck zu de Autokraxna:
Wir waren beim Verschleiß: mit diversen Parametern als da sind: Nutzungsdauer, gefahrene Kilometer, Service, Benutzerqualität, konstruktive Qualität, Umwelteinflüsse, verwendete Materialien, Unfälle, welche Strassen werden wie befahren. Diese Einwirkungsgrößen auf das Auto beeinflussen einander und treten permanent in Wechselwirkung.

 

Achtung Freunde, jetzt kommen Beispiele fürs besser nicht kaufen:

 

Es nützt absolut nix ein Ersthandauto zu kaufen, wenn die erste Hand eine Trottelhand war. Ein vorsichtiger bis zaghafter Erstbesitzer zerstört innerhalb einer Fahrstrecke von 50.000 Km den gesamten Antriebsstrang durch seine aufs-Gas-vom-Gas-Zappelei und ist sich keiner Schuld bewusst.

 

 "Erste Hand, besteingefahren"

 

Oder die  - sorry Damen - "Damen-Autos": täglich 2,6 Km zur Arbeit, mittags 1,8 Km zum Einkaufen, abends 2,6 Km nach Hause. Niemals nie nicht Betriebstemperatur erreicht. Drei Jahre lang. Und hin ist der Diesel.

 

Oder die Tiefbreitschwarzfraktion: Durch Fahrwerksveränderung - tief - tiefer - am allertiefsten - zerstören sie das Eigenschwingungsverhalten des Fahrzeugs und Ihr dürft Euch dann nicht wundern, dass Heizgebläse, Fensterheber, Kunststoffapplikationen kleingeschüttelt werden und das Auto zu einer Schepperkiste mutiert und nur eine Summe an Einzelteilen ist, die sich zufällig in eine Richtung bewegt.

 

Oder: Das Auto steht immer auf der begrünten Auffahrt neben dem Haus: "Aber wir fahren eh selten". Und hin ist er nach 6 Jahren: verrostet alle Leitungen und das Fahrgestell, Bremskraftregler eingerostet, Moos an den Fenstereinfassungen, usw., usw. usw.

 

Habe mit dem Petschina Peter einen Hanomag Autobahn (was für ein toller Artikel neulich im "MARKT" zu diesem Auto!) mit einer Gesamtfahrstrecke von ca. 460.000 KM besichtigt, 100% original, ein museales Glanzstück, doch leider mausetot - warum? Der Wagen wurde in einer feuchten Scheune 60 Jahre lang zur Verrostung gelagert, die mangelhafte Lackierung tat ihr Übriges. Ausgeschlossen so ein Auto zu restaurieren, obendrein wäre es auch ein Frevel so ein Stück Zeitgeschichte zu verändern. Ich quatsche schon wirres Zeug, bin mir aber ganz sicher, Euch doch noch was Nützliches zu erzählen.

 

Und nun die Kurve z'ruck zum netten Kunden: Der gute Mann erwirbt in gutem Glauben, gestützt durch zwei Gutachten ein augenscheinlich tadelloses Mercedes Cabrio Baujahr ca. 1962. Dass dieser Scherben ein Überbleibsel ist, vergessen zu verschrotten, irrtümlich noch am Leben ein Zombiedasein fristend - leider nun in seinem Besitz, ist schon ein Unglück. Die Sachverständigen ließen sich sicherlich auch von dem auf den ersten Blick schönen Exterieur blenden, haben aber grob fahrlässig gehandelt, da uninformiert, oder eventuell auch im Notverkaufskomplott involviert, weil "Notverkauf" heißt ja meistens "Ich verkauf' die Not"!

 

 Typischer "Einser" unterm Teppich

 

Es ist nämlich so: Die Bewertung von Klassikern zielt gemeinhin darauf ab, den optischen Zustand eines Autos zu ermessen, fahren traut sich eh keiner, will keiner, kann keiner. Ich - einmal mehr Dissident - sehe in einem Automobil aber ein "Auto Mobil" eine Fahrmaschine. Es nutzt nix wenn's glänzt und net brummt. Ich bin ja keine Immobiliengesellschaft! An erster Stelle steht die Fahrfunktion,  aber eben diese Qualität im perfekten Zusammenspiel aller Komponenten ist selbst von Spezialisten sehr schwer erreichbar, da oftmals die lieferbaren Ersatzteile nicht miteinander harmonieren.

 

Es genügt eben entgegen leider weit verbreiterter Meinung nicht, die geometrische Einbaubarkeit von Einzelteilen sicherzustellen, sondern - speziell in technischer Hinsicht - eine Kompatibilität in allen Belangen zu gewährleisten bzw. zu beachten.  Beispiel Fahrwerk: stimmen Elastizitätsmodul der Fahrzeugfedern,  deren Windungsdurchmesser, Steigung, Drahtdurchmesser; Zug und Druckstufe der Stossdämpfer; Shorehärte aller Gummielemente; die Laufspiele aller Lenk- und Achsgelenke; Reifenbauart, Breite und Durchmesser; Position der Achsen (war/ist die Rodl verbogen?); Fahrzeugniveau; Zustand der Lenkung? (Nebenbei bemerkt: Lackieren des Lenkgetriebes allein genügt nicht!).

 

Ich höre schon die Fragen: "warum bist so pingelig, wenn eh alles neu ist?" Das kann ich Euch sagen: Es vergeht keine Woche in der nicht jemand mit einem "makellosen" - kürzlich gekauften - Mercedes in meine Werkstatt kommt und ein "kleines Service" ordert. Das Wunderding - erworben um eine astronomische Summe - glänzt wie ein Neuwagen..... und fährt wie eine Scheibtruhe mit eisernem Rad. 

 

 

Sieht Keiner, kennt Keiner, macht Keiner, bezahlt Keiner. Nur der Kenner hat Geduld und legt Wert auf die Wiederherstellung der Technik "lege artis" und erhält im Gegenzug ein Fahrverhalten, das diese Bezeichnung auch verdient...

 

In einem Nebensatz erfahre ich dann von besagtem Netten: "Also die Familie hatte so in den Sechzigern eine Heckflosse und der Onkel aus X schon ein Hundertelfercabrio und so habe man sich auch so ein Hundertelfercabrio... SO... und jetzt hamma den Scherm' auf.

 

Die für den neuen Eigentümer undefinierbare seltsame Fahrbarkeit resultiert einerseits aus der Unwissenheit des Restaurators und andererseits aus der "ersetzt- auf-neue-Teilenummer-Politik" der Teilelieferanten, manchmal auch aus Profitdenken der Verkäufer. Weiteres Beispiel: ein Motorgummilager kann - obwohl gleich aussehend - nicht für zehn verschiedene Motoren passen. Dieses Ersatzteil ist sicherlich für 4 Motoren zu weich und die anderen 5 zu hart ausgelegt. Dieser neu eingebaute Fehler führt bei Fahrzeugen mit schwereren Motoren zu erhöhtem Gummilagerverschleiß, beim Beschleunigen kann - verursacht durch das Motordrehmoment - der Motor an der Karosserie anschlagen, beim Bremsen bohrt sich im Extremfall der Ventilator in den Kühler. Die leichteren Motoren verwöhnen die Insassen mit Dröhngeräuschen und das sehr lange, die Gummis halten in diesem Fall ewig.
      

So kann aus einem Zehntausendteilepuzzle eine Mistkarre übelster Sorte geworden sein. "Alle Extras" - welch ein schönes Reizwort - "Servolenkung, EFH 4- fach, Klima, ZV, 5-Gang, Ledersitze, Sperrdifferential, etc...". Wer liest nicht gern diese Art Annonce, -Beistrich- großes ABER: Hat der Schrauber am Auto z.B. die Servolenkung nachgerüstet und im Zuge des Umbaus die geänderten Nachlaufwerte bedacht, da das Rückstellmoment (was für ein Vokabel !) der Servolenkung geringer ist als das einer rein mechanischen Lenkung? Das zusätzliche Gewicht? Das natürlich notwendige Anpassen des Fahrzeugniveaus? Die Änderung besagter Motorgummilager? Das verkürzen des Lenkspindelrohres? Die Originalposition der Lenkspindel für die Blinkerrückstellung? Die härteren Gummilager der Querabstützung der Vorderachse? Den Umbau des Zwischenlenkhebels um die richtigen Spurdifferenzwinkel zu gewährleisten?

 

 Vorbesitzer dazu: "Na fahren dürfens net!, dös is a Oldtimer!"

 

Wenn nicht - schon ist das Auto hin - es fährt so, wie eine Wurstsemmel rollt. Viele Verkäufer und Händler kennen aber den tatsächlichen Original- bzw. Sollzustand und die damit verbundene originale Fahrbarkeit ihrer Ware gar nicht, es zählt ohnehin nur der Glanz im Showroom oder beim Concours.

 

Übrigens, da fällt mir ein: Neulich kamen, im Abstand von ungefähr 14 Tagen und unabhängig von einander, sogar zwei junge Leute in meine Werkstatt, die nacheinander vom selben Typen dieselbe Gurke gekauft haben. Beide vorher nie bei mir gesehen, der Zweite hat geglaubt, ich mach mich über ihn lustig, als ich ihm die gröbsten Schwachstellen des Wagens aus dem Gedächtnis beschrieben habe, ka Schmäh'. Selbstverständlich haben beide vorher nie einen "guten" Mercedes gefahren.

 

 Heute im Angebot: "Alles muss raus"

 

Auch letzte Woche hab ich wieder so eine Begegnung der dritten Art gehabt. Eckdaten: 300 SL Roadster, silbermetallic, Originalleder rot, österreichische Erstzulassung, Zweitbesitz, Zustand auf den ersten Blick tadellos - Arbeitsauftrag: Ersetzen der Einspritzpumpenmembrane - und aus. Punkt. Das Auto wurde im geschlossenen Anhänger angeliefert - was für eine Pracht - nur eine kleine Unpässlichkeit, die Membrane rein und schon ist Alles wieder heil. Und dann bin ich in meine Schmiergrube runtergestiegen mit der Membrane und einer handvoll Werkzeug.

 

Und dann hab ich Papier und Stift geholt und das Handy und den Alexander (der Alex schraubt mit mir an den Dreihundertern) und noch mehr Papier zum Aufschreiben und Papier zum Abwischen der Haarpracht und wir haben's überhaupt nicht gepackt! So hin kann nix sein! Nix, aber auch schon garnix war noch irgendwie innerhalb noch vertretbarer Toleranzen. Die Fahrwerksgummis hatten bereits die Konsistenz von DANY + SAHNE erreicht; nur das Löfferl fanden wir nicht. Bremsscheiben blau angelassen, Handbremsbacken zerfasert, weil stecken geblieben. Überall wo Öl drin war lief es auch raus. Kabelbaum absolut zerbröselt. Uswusf. Dieser Fahrzeugzustand erfordert eine Komplettrevision oder den Weg ins Museum......

 

Ich empfehle daher jedem oldtimerschwangeren Interessenten einen tatsächlich an dem gewünschten Fahrzeugtyp schraubenden und erfahrenen Mechaniker bzw. Restaurator für die Zustandsbewertung beizuziehen und zwar vor dem Kauf! Egal wie viel der Schwarzfingernagel pro Stunde verlangt, ein Kenner braucht meist nur wenige Minuten betasten und einen Häuserblock befahren um eine messerscharfe Expertise abzugeben. Das sind jedenfalls Peanuts im Vergleich zu einer Nochmalkomplettrestaurierung.

 

Und Nochwas: Niemand, absolut Niemand, kann die Eigenheiten ALLER alten Autos kennen - also vor dem Kauf: ab zum Marken- oder noch besser zum Typspezialisten! Ihr könnt mir glauben, nicht einmal 10% der Einserautos sind immerhin glatte Zweier. Der traurige Rest, Horrortrip für die Eigner, besteht aus glänzenden nicht funktionierenden, komisch fahrenden, an allen Ecken und Enden nicht passenden Möhren.

 

Liebe Freunde, ich hoffe zu diesem brisanten Thema auf ein Echo aus der Szene und versteck mich bis zum nächsten Mal im Ölsumpf!

Euer Jellinek

 

PS: Demnächst an dieser Stelle: Gedanken zum wahren Wert eines alten Autos, weit weg vom Marktwert versteigerter und verscherbelter Kraxn': von virtuellen Werten, spezieller Historie, prominentem Vorbesitz, nachempfundenen Sonderkarosserien, Rennwagen, wieder aufgetauchten Berühmtheiten.....

Zur Versöhnung:
Bereits lange vor Fertigstellung wurde bei diesen beiden Autos der Marktwert überschritten, dafür verwöhnen sie die tapferen Besitzer danach umso mehr....

links: W 111 220 SE Limousine beim Zusammenbau, rechts: W111 Cabrio "nackt" bis auf die Haut

 
   
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