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Jellinek - Mercedesfahren um250.000,- (Schilling)

Wenn ich so denk' und lenk' grad nix (die zweite Folge aus 1997)

Lieber Freund!

Neulich schraub' ich in aller Ruhe, nachdem ich die Nerverln aus meiner Werkstatt geschmissen hab', an der Zündanlage eines 300 SL. Hast Du übrigens gewusst, dass Verteilerfinger, -kappe und Unterbrecherkontakte für diese Ikone des Automobilbaus insgesamt einen schlanken Zwölfer kosten?

 

Aber wie dem auch sei, mittendrin ruft mich mein alter Freund der Elch an - ich hatte schon jahrelang nix von ihm gehört - ruft mich also an - sehr aufgebracht und mordsstinkert - tut so, als ob ich vor fünf Minuten mit ihm das letzte MaI geredet hätte und ihn grad' ein Polizist ein Mandat verpasst hätt':

 

 
"Ich komm' auf Urlaub zu dir und versteck' mich in deiner Garage, weil die Trotteln haben mich den ganzen Sommer und Herbst lang genervt: jeder Depp mit Führerschein und Kralle fürn' Bleistift war Autojournalist und wollt' mit mir den "Elchtest" machen!" bricht's aus ihm heraus, und plötzlich ist die Verbindung abgerissen, aus.

 

Elchtest - was für ein Wort, denk' ich bei mir, Mayertest, Katz- und Maustest, Sextest, Oma-überm-Zebrastreifen-Test, Wieviel-Sofas-kriegich-aufs-Autodach-Test, ist genauso g'scheit oder genauso blöd. Der Elch ruft mich, kaum hab' ich ausgedacht, ein zweites Mal an: "...und übrigens, ich bin in Schwechat! wann holst' mich ab? und ich hab' das Schizeugs mit! und ist überhaupt Schnee in den Alpen? " Wartet nicht auf eine Antwort, erwartet eine Abholung. So muss ich alles liegen und stehen lassen und zum Flughafen raustschingeln, um meinen Freund den Elch abzuholen.

 

Ich nehm' also den Werkstattkombi, z'weng dem Schizeugs. Und was weiß ich, ob in den Alpen Schnee liegt...

 

Ich hab' den Elch ganz anders in Erinnerung, als er jetzt vor mir steht: fahl, fahrig und total nervös wie ein eingesperrter Tiger rennt er in der Ankunftshalle auf und ab und stößt mit Prolo-Charterurlaubern zusammen. Keine Spur von seiner Souveränität und Ausgeglichenheit - ich hab' immer gedacht, den kann überhaupt nix erschüttern, den kann kein noch so großer Trottel, keine noch so blöde G'schicht umhauen. Auf der Nachhausefahrt sprudelt die ganze Elchtest-Farce aus ihm heraus, die Tests, bei denen die Kistn' absolut und unter keinen Umständen nie nicht umfallen soll... Als wir in meiner Werkstatt ankommen, steht der Axel Wolf mit einer vom Wiesenthal geborgten A-Klasse vor der Tür....

 

Mein Freund der Elch kollabiert fast, als er die mondsilberfarbene A-Klasse sieht. Axel und ich brauchen fast eine Stund', um ihn zu beruhigen und ihm zu erklären, dass der Test ohnedies dazu dient die A-Klasse in der Luft zu zerreißen... Wir vom Mercedes-Benz Veteranen-Club wollen MB 170 S, MB 280 SE Coupe und A 140 vergleichen. "Warum ?" fragt der Elch und wird abwechselnd rot und grün im Gesicht. "Da kannst du auch einen Mouton Rothschild mit Red Bull vergleichen - flüssig ist beides und trinken kann man es auch!"

 

"Lieber Herr Elch" - Axel ist freundlich - "wir gehen von folgender Annahme aus: Ein Autoliebhaber hat ein Budget von 250.000,- Schilling, um sich ein Spielzeug zu kaufen. Einzige Bedingung: Mercedes, Pickerl, optisch und technisch O.K.. Was gibt's bei uns am Mercedes-Markt um ca. eine viertel Mio.?
Aus dem Bekanntenkreis weiß ich von zwei Autos, die tatsächlich um diesen Betrag den Besitzer gewechselt haben:


a) einem MB 170 S, Bj. 1950, weiß, l. Besitz, Pickerl, absolut O.K., um 250.000,- und

b) einem MB 280 SE Coupé, Bj. 1969, dunkelblau / Leder cognac, Servo, Automatic, E-Fenster, E-Schiebedach, originales Radio, Pickerl, ebenso O.K., auch um 250.000,


"Und", fragt uns der noch immer leicht bebende Elch, "was hat Klein-A damit zu tun?"

Den, erklär' ich ihm, haben die besten Freundinnen und Ehefrauen von allen in den Test aufgenommen, weil "der ist sooo liiiiieb und damit kann ich einkaufen und zum Pferd und zum IKEA und mit den Kindern im Sommer, wenn sie Eis schlecken und er kostet doch auch 250.000,- !" Wir sind ja lieb und deswegen ist Klein-A jetzt auch mit von der Partie: Um 250.000,--; bekommst Du einen A 140 mit 82 PS, Servolenkung, 2x Airbag, 2x Sidebag, ABS, ESP, Wegfahrsperre, Zentralverriegelung, Platz wie im VW-Bus innen, Parkplatz wie ein Mini außen. Unser Testwagen hatte zusätzlich das famose LammellenSchiebedach (+ 11.000.-), Klimaanlage (+ 15.650,-) und die Avantgarde-Ausstattungslinie (+ 16.500,-).

 

Wir verabreden für das Fotoshooting Sonntag 11 Uhr am Heldenplatz - so schlag' ich mehrere Fliegen mit einer Klappe: Drei Autos vor geschichtsträchtiger Kulisse, mit dem Freund Elch Sightseeing und Beobachten der Reaktionen der Passanten auf die drei Autos.

 

Vorerst hole ich aber Christians MB 170 S aus seinem Winterschlaf. Das Auto steht seit Mitte November in einem alten Gewölbekeller garagiert.... "Und nimm' Benzin, Batterie und Startspray mit" , fallen mir Christians Anmerkungen für das zweistündige Aufwecken wieder ein, als ich um fünf vor elf ohne die nötigen Utensilien vor dem Auto steh'. Also: Haube auf - Batterie ist drin - Schlüssel wie besprochen unter der Fußmatte - Zündung ein - aha, Ladekontrolle brennt - noch schnell Vergaser mit dem Handhebel der Benzinpumpe füllen - Choke ziehen - Tritt auf den Startknopf - LÄUFT!

 

Vorsichtig rausfahren aus dem Keller und zur Freude der Nachbarn warmlaufenlassen. Das Gaspedal verlangt zartesten Umgang während der Warmlaufphase, sonst patscht das kondensierte Benzin den Luftfilter vom Vergaser. Hochziehen der Kühlerjalousie sonst erwärmt sich das Wasser nie auf 80 C°, nach zehn Minuten Einstinken der Umgebung mit 8,5 % Leeriauf CO problemlose Fahrt zum Heldenplatz trotz Sommereinbereichsöl. Ein vorsichtiger Tritt auf die Zentralschmierpumpe - das 50er Öl ist dick wie Pudding - doch Radaufhängung, Achsschenkel, Spurstangen und Kupplungsdrucklager wollen geschmiert sein.

 

Die Mariahilferstraße mit ihren Hoppelschwellen verleitet mich nicht die 30er Beschränkung zu missachten, denn trotz vorderer Doppelquerlenkerachse mit Schraubenfedern und Querstabilisator und der Zweigelenkpendelachse hinten, zeigen die großen ungefederten Massen schnell die Grenzen von Dämpfung und Federung auf. Lenk- und Bremskräfte sind für heutige Begriffe aberwitzig hoch.

 

In den Fünfzigerjahren wurden allerdings noch Vorderachsen konstruiert, die den Lenker beim Durchfahren eines Schlaglochs mit achtlos in die Lenkradspeichen eingehängten Daumen, dieselben gebrochen haben - das Lenkrad holte aus, als ob das Vorderradl weggebrochen wäre. Der 170 S hingegen galt damals als das Komfortwunder schlechthin, obwohl die Fenster im Winter nur durch Eiskratzen - und zwar innen - freizubekommen sind. Heizung und Außenspiegel waren aufpreispflichtige Extras, hat man sie trotzdem geordert, wurde es ab 15 Grad außen auch innen 15 Grad warm und im Außenspiegel sah man auch nix. Scheibenwaschanlagen waren übrigens noch nicht erfunden. Die Bremsen - einkreis, 4 Trommeln, kein Servo (außer Deinem rechten Fuß) - verzögern gut für Baujahr 1950, ziehen selten schief und haben kaum Fading bergauf.

 

Summa summarum erzieht Dich das Auto zu sorgsamen Umgang, weil es Dich merken lässt, wie kalt es draußen ist, schärft Deine Sinne für Geschwindigkeiten über 20 km/h und verlangt vorausschauendes Mitdenken für die bevorstehenden Blödheiten anderer. Der allgegenwärtige Kampf der Mechanik gegen die Kräfte der  Fahrdynamik lassen schon das Fahren mit 45 km/h als schnelles Bewegen durch die Natur erleben. Jede Kurve will von kundiger Fahrerhand umrundet, jede Steigung mit Elan bezwungen, jedes Gefälle vorausschauend erbremst werden. Schaltung ohne Befund, das Getriebe ist vollsynchronisiert, die Wege des 80 cm langen Schaltknüppels lassen dich allerdings im zweiten Gang Dein Geldbörsl und im vierten das Knie der Beifahrerin ertasten. Der 170 S lässt jene tupperware-artige Benützbarkeit moderner Autos vollkommen vermissen.

 

Jede Fahrt wird zur Reise und die Ich-muß-noch-schnell-von-A-nach-B-Trips in einem modernen Auto verlieren ihren Reiz, in denen die ach so unwichtigen Startpunkte X von den ach so wichtigen Zielpunkten Y bloß durch lästiges Warten aufs Ziel getrennt werden. Im 170 S wartet man ungeduldig auf den Start der Reise, das Ziel verliert seine Hyperwichtigkeit, durch die Zeit des Reisens und die ständige Beschäftigung mit dem Auto beim Fahren. Obendrein ist's immer erfreulicher auf der Landstraße aus 40 km/h in den Waldweg, Wirtshausparkplatz, oder was weiß ich was einzubiegen, als die Zeit am Bandl' mit 200 km/h zu vergeuden und dabei die gewünschte Ausfahrt doch noch zu verpassen.

 

Die allgemeine Toleranz gegenüber dem "alten Stinker" (Grün-Jargon) ist viel größer, als beispielsweise gegenüber einem tiefbreit-baßreflex-BMW 325 i mit KAT. Dieses Auto zaubert ein Lächeln ins Krampfgesicht ärgerlicher Streßüberholer: sie halten inne, schauen.... und heben den Daumen zum O.K.; wildfremde Leute wollen unbedingt Probesitzen. Man ist sofort im Gespräch und von einer Sekunde auf die andere gar nicht mehr cool und distanziert.

 

Mein Freund der Elch wartet schon auf mich, als ich am Heldenplatz ankomme und begrüßt mich fröhlich mit den Worten: "Bin schon eine Runde Probegefahren im Kofferraum von Dr. Friedrichs Coupé. Unendliche Weiten des Kofferraums. Wir schreiben das Sternenjahr 1969. Commander Elch auf Langlaufmission im Heck von Traumschiff Nobelpreis..." fabuliert er über das dunkelblaue Coupe Dr. Friedrichs und ich versteh' nur Bahnhof. Der schon länger anwesende Axel, unser Clubfotograf Raimund sowie fünfzig Schaulustige zerkugeln sich über die EIchideen. Die A-Klasse-Front wird zur Großschanze, der 280 SE Coupé-Kofferraum zur Langlaufloipe und der Kotflügel des 170 S zur Hausbergkante.

 

"Wenn ich von dir zum Autotesten vergattert werde, so will ich der Coupé-Tester sein," erklärt coro publico der Elch, Widerspruch zwecklos - und beginnt Dr. Friedrich zu den Fahreindrücken des 280 SE Coupé zu interviewen. Besonders interessieren den wissensdurstigen Elch die Beweggründe für die Anschaffung dieses alten Autos:
"Folgendes Herr Elch, ich wohne gern in schönem Interieur, auch im Auto. Die Briten bewiesen ja mit ihren Limousinen seit jeher exzellente Stilsicherheit bei der Auswahl der Hölzer für Armaturenbretter, im Auspolstern lederner Sitzpfeifen, in der Farbgehung ihrer Bodenteppiche und der Skalierung der Smith-Instrumente. Doch hakende Türschlösser, perfekt klickernde Lichtschalter, die doch nur Dunkelheit auslösen, Temperatur anzeigende Öldruckmesser und von Schüttelfrost zitternde Tachometer vergällten mir mein Wohnzimmerfeeling so nachhaltig, dass ich mich immer wieder zu nichtbritischen geschirrtuchkarierten Sitzen und fussbodenbretterigen Armaturenlandschaften mit all ihrer Fadesse Hinreißen ließ.

 

Meine daraufhin ausgerufene persönliche Kulturrevolution kulminierte 1985 in einer 280 SE-Limousine Bj. 68, außen schwarz wie die Nacht, innen grau wie das Wiener Landesgericht, doch das Auto fuhr mich überall hin, ohne jemals hin zu werden. Im Laufe der Jahre gewöhnte ich mich daran, denn Sitze, Schlösser, Heizung etc. unterlagen kaum Verschleiß und so zog ich wieder einen Benz in Betracht als der Wagen dann doch sein "biologisches" Verfallsdatum erreicht hatte. Ich suchte wieder nach einem 280 SE, doch sollte es diesmal ein Coupé sein. Für mich war es schwierig ein unverbasteltes, originales Exemplar zu erlangen, doch König Zufall half. Ich kaufte schließlich das Auto von einem ebenfalls autoinfizierten Kollegen.

 

Wie sie sehen, lieber Herr Elch , befindet sich das Interieur in makellosem Zustand: Das originale Radio sowie elektrisches Schiebedach und Fensterheber funktionieren perfekt. Die handwerkliche Gediegenheit dieses MB-Interieurs läßt mich die Jaguars zwar nicht vergessen, doch ist's derselbe Stil und Esprit im Umgang mit Form, Farbe und Material Die Schönheit des Coupés ist im Deutschen Autodesign für mich his heute unerreicht. Allein das Öffnen der Türe freut mich täglich aufs Neue; die Chromverblendung der Türeinstiege, die großzügige Zeichnung der Türtaschen und Armlehnen stammte bestimmt nicht aus einer Krämerseelen-Feder. Die Armaturenbretthölzer wurden damals an die Rohkarosse angepasst und erst später lackiert. So verfuhr man auch mit allen Lederapplikationen und Chromteilen: alles zuerst roh Anpassen, dann Endmontieren.

 

Die Technik, fragen Sie lieber Herr Elch? Ich habe keine Ahnung, bin ich doch Jurist. Jedenfalls fährt sich dieser Wagen wie unser Kanzlei - S 300 aus 1997: Bremst, heizt, lenkt und federt wie ein modernes Auto - auch bei 180 km/h, doch da stören ein wenig die Windgeräusche. Ich hege auch keinerlei Befürchtungen hinsichtlich der Alltagstauglichkeit, meine Reisen verlaufen problemlos und ohne Pannen; sogar im Winter fühlt man sich in dem Wagen ausgesprochen wohl. Die Spiegelungen des Mercedessterns auf der Motorhaube und die Lichtreflexe der- Amerikascheinwerfer - deshalb wollte ich ein dunkles Auto - übertrifft nur RRs' Spirit of Extasy. Über Motor und Getriebe kann ich nur berichten, dass der Wagen dank Benzineinspritzung immer anspringt und seine 160 PS nicht in der seidenweich schaltenden Automatic versickern."

 

Nach kurzer Probefahrt steigt der Elch sichtlich zufrieden aus dem blauen Coupé und wir wenden uns der, mittlerweile von Touristen im wahrsten Sinne des Wortes besetzten A-Klasse zu. Du lieber Freund, der jeden Apfelstrudel einem ernsthaften Autotest vorziehst, wirst mir ja nicht glauben, was die Leute für eine Chuzpe haben, wenn ein Auto nicht abgesperrt und alarmgesichert ist. Grad', dass wir die Touris wieder aus der A-Klasse herausgebracht haben, denn am End' wären die damit noch auf die Sophienalpe gefahren!
Der Elch entfleucht zum Sightseeing und so liegt's an Axel, Raimund und mir zu versuchen der A-Klasse a Klasse abzugewinnen. Mir gefällt sie am besten van schräg vorn - "Also nein innen, ja innen is der Kleine gut", meint Raimund - Axel hüllt sich in kryptisches Schweigen, "degustibus non disputandum" sind seine einzigen Worte zum Styling. Ich frag mich ob dieses Seifenkistl das Zeug zum Klassiker und ob ich nicht aufgrund meiner Oldiefixierung zu voreingenommen bin, um das Auto objektiv beurteilen zu können.

 

Die Autotester quer durch Europa haben sich jedenfalls vor Begeisterung überschlagen, bis sich Klein-A überschlug - sodann hat man es ja schon immer gewusst. Mercedes hat sich einen Jahrhundertfehler geleistet - bin neugierig ob er ausgebessert worden ist.

 

Also: Tür auf - Riesenportal und damit guter Einstieg - reinsetzen - Tür zu - Sitzposition suchen - passt auch für zwei Dicke vorn - ein bisserl schmäler als üblich zwar, aber trotzdem Mercedes was Ergonomie betrifft. Anstarten wegfahren, klingt vom Ansauggeräusch so, wie Alfa heute klingen sollte. Der Antrieb ist den MB-Computern perfekt gelungen, der Motor begeistert vom Drehmomentverlauf und der Drehwilligkeit, oben raus ein wenig brummig vielleicht. Getriebe ohne Befund, O.K. wie zu 170ers Zeiten. Aber das Lastwechselrucken aller Frontantriebsquermotorautos, tja das Lastwechselnicken - einfach nicht vorhanden: Man kann noch so blöd Gas-auf / Gas-zu - die Antwort bleibt ungerührter, stoischer guter Antriebskomfort.

 

Wir fahren den Getreidemarkt runter und dann das Wiental raus und warten auf den Umfall-Thrill. Ich werfe die A-Klasse ums Sezessionseck und ... - nix. Liegt wie eine einbetonierte Eisenbahnschiene, aber: Meine Vermutung, dass Mercedes-Benz ein bisschen zuviel des Guten bezüglich Fahrstabilität getan habe, erhärtet sich im wahrsten Sinne des Wortes auf den Querfugen der Westausfahrt: Die Federung ist hart und stuckerig und das Popometer registriert beim Überfahren einer Münze Kopf oder Zahl.

 

Sitzpolsterung, Bedienbarkeit, Bremsen, Lenkung, Heizung, Lüftung etc... alles O.K. - Benz halt, aber: das Plastik der Dachverkleidung und des Armaturenbretts hab ich zuletzt im Lada Taiga 1976 gesehen. Billig ist das Zeug und ich bin schon neugierig ab welchem Kilometerstand es klappert wie im Einser-Golf oder 3er BMW. Aber gottseidank ist das Autochen um 10 Jahre praktischer als der Rest der Kompakten, mit Sessel klappen, raus/rein, Fächer auf/zu... hast Du 1000 Möglichkeiten den Nutzwert zu erhöhen, siehe Prospekt. Ob der Kleine je ein Klassiker wird - siehe Zukunft. Fährt wie ein Mercedes - ist ein Mercedes; und ist die Tamagotschi-Alternative für den Non-Bastler, für die Trendyjungfamilie, Zweit oder Drittkiste, oder für alle die es gefällt. Punkt.

 

Sonntag Abend bring' ich den Elch zum Zug nach Kitz - in der A-Klasse.. Er sagt zwar nix, aber ich glaub' er ist jetzt versöhnt mit dem Auto, trotz Anfangsumfaller. Weil praktisch ist er schon, als ich mich auf einem Micra-Parkplatz einparke und 15 Koffer und Ski und wasweißichnochalles auspacke.

Auch Dir einen schönen Winterurlaub,

Dein Jellinek 

 

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