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Die Qual der Wahl

 

 

 

 E 200 CDI

1 x E 200 CDI (2011) - Neuwagen

oder:

4 x klassische E-Klasse:

  • 280 E Limousine 1972 (W114)
  • 230 CE Coupé 1982 (W 123)
  • 320 CE Cabriolet 1992 (W 124)
  • E 280 T 4-matic 2002 (W 210)

 

 W 123 230 CE

W 124 Cabrio

 W 114 Motor M110

W 210 E 280 T 4-Matic

Nähere Informationen zu den vier Gegenkandidaten finden Sie in der Rubrik MODELLPROFIL.... 

Jellinek - Vier zu Eins

Geschichten aus dem Wienerwald

Liebe Freunde,

diesmal berichte ich Euch nicht aus dem Ölsumpf, sondern von einer denkwürdigen Begebenheit in meinen Bekanntenkreis. Wie es dazu kam? Ein Thema, das in vielen Haushalten sachlich abgehandelt wird, wurde bei den Müllers zur Zerreißprobe ihrer vermeintlich gefestigten Beziehung, besser gesagt zu einem veritablen Ringkampf. Dabei ging es nicht einmal um so wichtige Dinge, wie z.B. das Erstellen einer Gästeliste für die Silvester-Einladung, die Farbe des neu anzuschaffenden Billy-Regals oder das Bestimmen des richtigen Kindergartens für die geliebtesten aller Kinder – nein es ging um etwas Profanes: den Autokauf.

Und zu allem Überfluss trafen die beiden Kontrahenten mitten in der Diskussionsphase auf ein befreundetes Paar, das das gleiche Thema ganz ohne Streit und in bestem Einvernehmen lösen konnte. Dies heizte den Konflikt allerdings erst so richtig an, doch dazu später.

Blenden wir kurz zurück: 

Wir brauchten ein Auto“, meint sie, „ein ganz praktisches, eins, das alles könne und nichts wolle“. Denn, so argumentierte sie weiter, „das alte mache schon mehr Zicken als die Schwimu“ und sie folgerte, dass der Hinfällige von ihm daher ins gelobte Ebayland zu bringen sei und sogleich ein neues zu Hause bekommen würde. Sie habe schon diverse Kataloge im Internet angesurft und wäre zu dem Schluss gelangt, ein fernöstlicher Anbieter habe das beste Angebot für einen adäquaten Ersatz.

NURÜBERMEINELEICHE !!!“ entgegnete der Müller entrüstet.

Stirbsthalt“ erwidert sie und beide bestiegen den Ring.

Eigentlich dachte ich immer, Simmering gegen Kapfenberg, das sei Brutalität, aber die beiden Müllers haben mich eines Besseren belehrt.

Beide haben was Sinnvolles studiert, beide auch kein schlechtes Einkommen, beide rhetorisch geschult und - in diesem Fall zum Nachteil der eigenen Beziehung - beide verhandlungserfahren. Und das mit der Schwiegermutter schmerzte den Göttergatten doch ein Wenig, außerdem fühlte er sich von der Bestimmtheit ihres Auftritts überrumpelt. Nur, an Rückzug in die Höhle - der bewährten Exit-Strategie, wenn's eh wurscht ist - war bei diesem Thema dann doch nicht zu denken. Und so hatten sie plötzlich unglaublich viel Arbeit mit Statistik und Kostenrechnung und Ökobilanz und CO²-Ausstoß und und und……

Die Ausgangsbedingungen:

Das nächste große Service der alten Krax'n stünde in einem halben Jahr an und das Pickerl wäre fällig und die dafür notwendigen Reparaturkosten überstiegen den Zeitwert des Wagens um mehr als das Doppelte. Und das Risiko mit einer spinnerten Elektronik in der Toskana zu stranden - nicht auszudenken! Das alte Auto müsse daher weg, möglichst ohne weitere Kosten zu verursachen. Daher EBAY, die „Notverkaufsplattform“ – man verkauft die Not….., darin war man sich noch einig.

Ca. 40.000.- Euro stünden zur Verfügung, man wolle das Auto die nächsten zehn Jahre nutzen und erfahrungsgemäß in diesem Zeitraum 200.000 Kilometer weit fahren. Das Auto müsse Klimaanlage und Automatikgetriebe, 4 Türen und einen üppigen Kofferraum, sowie alle sicherheitsrelevanten Features haben.

Die Randbedingungen:

Man habe einen Norm-Garagenplatz mit der Wohnung gemietet und müsse daher auf hohe und üppige SUV's verzichten. Das Auto solle einen guten Wiederverkaufswert haben, der Fall einer Zwangsverschenkung - weil autoisnixwert - darf nicht noch einmal vorkommen.

Geringer Kraftstoffverbrauch (egal welchen), eine 4 Jahres - Vollgarantie, und eine moderate Preispolitik bei Ersatzteilen und Service werden integrierender Bestandteil des Auswahlverfahrens sein.

Eine Ökobilanz des Autos soll ebenfalls Platz in den Ankaufskriterien finden.

Und nicht zuletzt müsse man die Pannenstatistik durchforsten, um nicht allzu oft unliebsame Überraschungen in der Funktion des Autos zu erleben.

Der Insassenschutz steht auch noch im Lastenheft: es darf kein superstylischer Eyecatcher mit der Konsistenz eines Butterkipferls sein.

Auf dieses „Lastenheft“ konnten sich die Müllers immerhin einigen, aber dann ging's los:

Prospekte wurden gewälzt und man las – getrennt von einander – in diversen Autozeitungen und Internet-Foren mehr oder weniger aufschlussreiche Berichte über die Segnungen der modernen Automobilwelt. Jeder notierte seine Argumente und war sich seiner Sache sicher.

Doch schon am zweiten Tag mussten sie ihre Vorbereitungen unterbrechen, weil sie von ihren besten Freunden zu einer Party an eine unbekannte Adresse eingeladen wurden. Sicherheitshalber borgen sich die Müllers von seinen Eltern den alten 230 E aus, sie wollen sicher sein, dass sie im fernen 'Ausland' ankommen (Niederösterreich).

Denn die Location lag überraschenderweise außerhalb urbaner Lebensräume, weil sie haben geerbt, die Freunde und haben ins Grüne geladen. In ein großzügiges Landhaus aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert, mit einem Riesengarten und einer Garage und einem Stadl und einem Salettl. Stilsicher möbliert mit einer Mixtur aus Bauernbarock und Biedermeier bis Nierentisch. Die beiden Paare begeben sich aus dem angenehm kühlen Haus auf die offene Veranda hinaus, schattig und doch wohlig warm von der Spätsommersonne. Die Stadtpflanzen nehmen Teil an der Freude ihrer Freunde - nennen wir sie der Einfachheit halber die Grafs - und sind verwundert, wie wenig man einander kennt. Die Grafs erzählen, dass sie das geerbte Haus - ganz behutsam nur - nach ihren Bedürfnissen umbauen wollen, endgültig aufs Land ziehen und ihr Leben dramatisch verändern werden.

Und die Garage und den Stadl, die füllen wir mit alten Autos“ erklärt der Graf seinen verdutzten Gästen, „nein nicht die ganz alten, so aus den Siebzigern, Achtzigern und Neunzigern, in der Zeit sind wir ja aufgewachsen“.

Und die Kosten für ein so teures Spielzeug?“ fragt ungläubig die Müllerin.

Peanuts – ich habe es schon berechnet!“ Die Müllerin schüttelt ungläubig den Kopf.

Die Damen wechseln das Thema und die Herren ziehen sich konspirativ mit dem Laptop zurück. Der Graf eröffnet dem Müller eine ganz ungewöhnliche neue Sichtweise des Individualverkehrs: Er demonstriert ihm auf Internetplattformen die Wertverluste moderner Fahrzeuge, in Foren die Ärgernisse von Autonutzern, in EBAY als Verkaufsplattform die reale Preisentwicklung von modernen Autos im Vergleich zu Oldtimern und Klassikern.

Graf entwickelt sich zu Müllers Verbündeten ohne es zu merken. Dann offenbart ihm Müller den skurrilen Streit ums Autothema im Hause Müller. Der Gastgeber lacht sich halbtot und verspricht dem Müller beizustehen.

Die Einkaufsliste steht schon fest, das erste Auto ist sogar schon gekauft, aber derzeit noch beim Service und kommt nächste Woche: ein 230 CE - Mercedes was sonst. Erblich vorbelastet sind ja beide Herren, da sie jeweils aus Mercedes-fahrenden Familien stammen und verstehen sich daher wortlos dahingehend, dass selbstverständlich nur ein Benz in Frage kommt. Außerdem gestehen sie sich ein, dass sie in dieser Hinsicht erhebliche Vorurteile haben, es gäbe ja einerseits profane Autos und andererseits Mercedes. Da war es wieder, dachte Müller, dieses verloren geglaubte Bauchgefühl, sich einer Sache absolut sicher zu sein.

Graf expliziert Müller seine Ideen zur Abdeckung der automobilen Bedürfnisse und wälzt mit ihm tiefgründige Themen wie Konsumzwang, Ressourcenverbrauch, Nachhaltigkeit, Wertverlust.

Die Grafs haben ebenso 40.000.- € zur Verfügung, aber eben ein Viertel schon verjuxt – für diesen jungfräulichen 230 CE Baumuster W123, mit 33.000 KM aus dem Jahrgang 1982. Damit ist die Karosserieform Coupé abgehakt, es fehlen noch eine 280E/8 als Limousine ein 320 CE Cabriolet der Serie W 124 und ein E 280 T Allrad Baumuster 210 für die Vernunft und den strengen Winter.

Graf – als nüchterner Rechner bekannt – listet schlüssig die Vorteile eines Viererpaketes älterer Autos auf und kommt zur Conclusio, dass die vier Alten billiger sind als ein Neuwagen, unter der Voraussetzung keine Garagenmieten bezahlen zu müssen.

Er kalkuliert für die /8 Limousine in nahezu perfektem Zustand 8.000.- €, das 230 CE W 123 Coupe mit 10.000.- € - sehr teuer, hat aber Neuwagencharakter- ein sehr gepflegtes 320 CE W 124 Cabriolet mit ca. 16.000.- € und den Kombi als Alltagsauto mit ca. 6.000.- €.

Der Wertverlust des modernen W 210 Kombis wird durch die Wertsteigerung der drei anderen Fahrzeuge mehr als wettgemacht, der /8 und das Cabriolet werden in den Notierungen sehr anziehen, der Wert für das Coupé wird für die nächsten Jahre nicht so stark ansteigen wie die beiden anderen.

Der Neupreis eines E Klasse T-Modells in guter Ausstattung liegt bei ca. 50.000.- nach drei Jahren hat sich der Neuwert halbiert, nach zehn Jahren sind nur noch 15-20% des lukrierbar, immer vorausgesetzt der Wagen wurde hervorragend gepflegt und befindet sich in tadellosem Zustand.

Kann ein aktueller Neuwagen daher alles um 80% besser als ein Gebrauchter? Er kostet doch um ca. 80% mehr als der Alte. Müllers Augen leuchten, er ist begeistert und überlegt sich ähnliche Ideen.

Die Buben werden vom Ruf „zu Tisch“ heraus gerissen und gehen artig ins Wohnhaus zurück. Die Müllerin hat das Thema Autokauf überraschenderweise doch auch mit der Gräfin gesprochen, sie hat aber keine rechte Unterstützung erfahren, da die Gräfin - gerne selbst mit automobilem Spielzeug unterwegs - die Idee ihres autophilen LAPs schlau und einfach lustig findet.

Als sie sich nach einem Aperitif zu Tisch niederlassen, läutet Grafs Handy: „wer stört? – hallo – na, da freue ich mich aber – wo? – vor unserem Tor? – komme!“. Das bereits eingekaufte 230 CE Coupe trifft vorzeitig ein – auch solche Wunder soll's geben – Und so gibt es einen zweiten Aperitif mit dem Mechaniker und ein 5. Gedeck. Und einen verbalen Exkurs in die Welt der Schwarzfinger. Und eine neue Sichtweise automobilen Denkens und eine umfassende Erweiterung der Randbedingungen. Und eine angepasste Kostenrechnung aufgestockt um die Faktoren mittelbare Schäden, Zeit, „total cost of ownwership“ und „customer satisfaction“.

Der Homo Mechanikus referiert – ohne jemals Sendungsbewusstsein aufkommen zu lassen - über die automobile Moderne. Erzählt von in Bangladesh für Premiummarkenhersteller gefertigten Cent-Bauteile (in den Ersatzteilpreislisten zu knapp unter einhundert Euro) getarnt als hochtechnische Originalersatzteile. Der Veredelungsvorgang beschränke sich auf das Umpacken und die Versiegelung mit einer Hologrammfolie und allesamt Mogelpackungen der Sonderklasse.

Die Vierjahresgarantien der Hersteller seien trotzdem ein Supergewinn, da der Kunde von den konstruktiven Mängeln der Autos nur im akuten Ausrollschadensfall etwas mitbekäme. Und vom unter der Garantieoberfläche schwimmenden viel größeren Teil von heimlinh, still und leise getauschten dauerkaputten Teilen oder den unermüdlich eingespielten Software-updates erfährt der Kunde nichts – solange die Garanzia währt.

"Doch wehe wenn ich an das Ende sehe", der Mechaniker umschreibt Wilhelm Buschs Fromme Helene in Autoeigners Geldbörse, die - nun ohne Garantie – schutzlos den Angriffen der Premiumlobby ausgeliefert wäre. Der Mechanikus schildert farbenfroh Servicerechnungen für ein 120.000 Km gelaufenes 6 Jahre altes Auto von 6.500.- €, wobei der Wagen bestimmt nicht an der East African Safari Rallye teilgenommen hatte. Aber so hole man sich elegant die in 4 Jahren geheim verbauten Kosten zurück.

Er selbst fahre daher einen 19 Jahre alten Kombi im Alltagsbetrieb. Die Müllerin meint daraufhin, mit vollen Hosen ließe sich leicht stinken, weil als Mechaniker wären die kleineren und größeren Wehwehs einfach und vor allem kostengünstig zu beheben.

Der Mechaniker ist verwundert, er habe noch nie darüber reflektiert welche Kosten der alte Kombi verursacht hat. Er erinnert sich an ein paar Services, einen Auspuff bei Kilometerstand 400.000, eine Batterie, einige Lampen und ja der Fahrersitz habe nach einer halben Million etwas schlaff gewirkt. Und nun trete das Auto wieder in den Erdorbit ein –auf dem Rückweg von seiner Reise zum Mond. Das Auto sei jetzt bei immerhin KM 665.000 angelangt und fahre ohne Probleme. Erster Motor, erstes Getriebe, erste Lenkung.

Ungläubige Gesichtsmimik bei der Müllerin.

Der Nachhauseweg verlief erwartungsgemäß problemlos mit Senior-Müllers 230er, begleitet von nachdenklichen Kommentaren der Jung-Müllerin. Sie bemerkt die exzellente Verarbeitung, das bequeme Fahrerlebnis, die perfekte Ergonomie. Nein – der alte 123er habe keinen Katalysator, auch Airbags fehlen, auch müsse mit einem Metallschlüssel aufgeschlossen werden und das Auto habe auch keine eigene Stimme.

Abernettistesschon, das alte Auto! Und der Benzinverbrauch? Undwennsdanndochstreikt?  Lassmicheinmalfahren!“ stichelt die Müllerin.

Sie fährt nach Hause, nicht ohne vorher noch ein vwir-begraben-vorübergehend-das-Kriegsbeil-Eis beim Bortolotti - gleich am Eingang zu Boboville - für das Ausklingen des Abends zu besorgen. (Boboville ist Heimat der „BOurgeoisBOhemian“ im 7. und 8. Bezirk in Wien, Anm. der Red.) Die Müllerin ist nun einigermaßen aufgekratzt und neugierig.

Man surft am iPad über der Eisbox und den Waffeln in Neu- und Gebrauchtwagenbörsen, wundert sich über die Wertverluste von jungen Gebrauchtwagen, loggt in Selbsthilfeforen ein, ist erstaunt wie Markenwerkstätten angeblich agieren, durchforstet Zuverlässigkeitscharts und beschließt für die kommende Urlaubswoche eine 'Tour de Neuwagenkauf'.

Müller überläßt der Müllerin - nicht ohne Hintergedanken - die Auswahl der Autohäuser für die zu führenden Ankaufsverhandlungen, denn sie ist ungleich pragmatischer in ihren Entscheidungen und sie werden sicherlich kein neues Auto kaufen – die Müllerin weiß es nur noch nicht – denkt er sich. Im Gegenteil, er will beobachten und sie müde machen, durch Präpotenz, Ignoranz, Inkompetenz und schlichter Dummheit der Neuwagenberater, die sie demnächst kennen lernen werden.

Sie bereitet sich akribisch wie auf ein Rigorosum vor, wälzt Internetprospekte, sucht das beste Angebot und trifft ihre Auswahl.

Einstweilen erforscht Müller die Telefonnummer des Altauto-Gurus und fühlt im Geheimen in Richtung Altauto vor... Nach einigen Tagen peinigender Erlebnisse in den heiligen Hallen der Vertreter des geschliffenen Wortes und der bunten Anzüge, wird die Müllerin fahrig und der Müller gesteht ihr seine Sondierungsgespräche. Was als Aufmunterung gedacht war, gerät zum Desaster: die Müllerin nimmt den Autokrieg sofort wieder auf und ist sichtlich beleidigt von seiner Heimtücke. Er wiederum hofft auf einen Rückruf des Rotkreuzhelfers in Autofragen.

Zwei quälende Wochen später der Anruf, es gäbe einen Kombi – nein keinen Handwerkeresel – ein höheres Freizeitzweitfahrzeug mit guter Ausstattung und geringer Laufleistung, makellos, harmonische Farbkombination und erst 20 Jahre alt für Euro 8.500.- €. Das Auto brauche nur das 70.000 Km Service und neue Reifen, sollte sich alles zusammen um weitere 1.500.- € ausgehen. Er fährt den Wagen Probe, ist - no na - begeistert und kauft den Wagen spontan und hinter ihrem Rücken. Er hat sie wieder hintergangen, seine Liebste und ist sich des Macho-Faux-Pas durchaus bewußt. Das schlechte Gewissen lässt ihn umgehend ein nettes Wellnesswochenende buchen.

Sie ist erschöpft genug, leistet keinen Widerstand und fällt Freitagnachmittag in die unauffällige Neuerwerbung, schläft sofort ein und sie fahren friedlich ins Wochenende. Alles tut gut, zehn Minuten vor der Rückreise fragt sie ihn, womit sie eigentlich angereist wären. Er flunkert – bestrebt die Harmonie nicht stören – das Auto sei von einem Freund ausgeborgt.

Für die Nachhausefahrt übernimmt sie das Steuer und plaudert, sichtlich entspannt und aus der Distanz des Wochenendes, über ihre Erfahrungen als Neuwagenkundin und wirft zwischendrin ein, dass dieser Leihwagen – wer borgt eigentlich ein so tolles Auto her? – sehr angenehm fährt und dass man die bisher zurückgelegten 250 Kilometer gar nicht spürt.

Und ob man nun nicht vielleicht doch einen Gebrauchten suchen soll?

Und was kostet so ein alter im Einkauf? Und aber  welchen?

Und die Fixkosten?

Und die Sicherheit? Ein Mercedes?

Und sie wäre sehr angetan vom Komfort und Allem. Und dann gesteht der Müller....

Sie fährt wortlos einen Parkplatz an und er erwartet aus dem Auto geworfen zu werden. Aber im Gegenteil, es wird wild geküsst, das Kriegsbeil endgültig begraben.

Und wofür entscheiden Sie sich?

 

Schönen Abend noch,

 

Euer Jellinek

 

Zusammenfassung:

Ein 280 E/8  weiß, 1972             8.000,--       
Ein 230 CE gelb, 1982             10.000,--               alle alt
Ein E 320 Cabrio grün, 1992     16.000,-- 
Ein E 280T 4-matic blau, 2002    6.000,--

                                          = 40.000,--

Oder :


Ein E 200 CDI silber, 2012   40.000,--     neu
 

 

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