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Das Clubleben

MBCCÖ - KALENDER (mit Details zu den u.a. Events)

 

Nächster Clubabend:
- in Wien: Freitag, 3.Aug, Restaurant Va Bene ab 18h

- Graz: Dienstag, 14.Aug ab 19.30 GH Feldkirchner Hof, Triester Straße 32, 8073 Feldkirchen bei Graz

 

HIGHLIGHTS 2018:

- 3. - 5.Aug 2018: Classic Days Schloss Dyck, Jüchen, DE LINK

- So 12.Aug 2018: Oldtimer Picknick im Schlosspark Atzenbrugg

- 17. - 19.Aug 2018: Vienna Classic Days LINK

- So 23.Sept 2018: Clubausfahrt Pogusch ! Treffpunkt beim Restaurant Steirereck am Pogusch um 12:30 (der Club beteiligt sich am Mittagessen, Anmeldung über Christian Faltl bis 5.Sept erbeten)




Unser "Jahrbuch 2017" (und frühere Jahre) sind ab sofort im Reiter MB Classic-Club Österreich (sub-Rubrik Jahrbücher) zu finden

 

aktualisiert: 03.08.2018 - CF

Vier gewinnt

Reinhard Schiener

Entdeckungen beim ''Stars & Cars'' - Event am Mercedes-Benz-Gelände in Untertürkheim

70 Jahre Siberpfeil-50 Jahre Formel 1 war das an Hand der passenden Fahrzeuge demonstrierte Motto. Neben den im Rampenlicht stehenden Fahrerstars entdeckten wir auch weitere zeitzeugen grosser Rengeschichte, mittendrin statt nur dabei...........

 

Kimi Raikkönen, David Coulthart, Alex Wurz, Pedro de la Rosa, alle DTM-Fahrer und die Nachwuchspiloten aus der Formel3-Euroserie, alle stellten sich auf der Bühne einem tausendköpfigen, begeistertem  Fanpuplikum aller Altersstufen. Es ging zu wie auf einem Rockkonzert.

 

   

 

Das war aber nur der erste Streich: die Rennfahrzeug-Austellung spannte den Bogen vom W25 aus 1934, über den W196R aus 1954, bis zum Formel 1 Boliden der Saison 2004.

Sämtliche Sicherheitsfahrzeuge der Formel1 komen ja von AMG und erregten ebenso großes Interesse wie die Radwechsel-und Boxenstopwettbewerbe, sowie das sogenannte ''Fahrprogramm''.Ein bescheidener Titel für einen atemberaubenden Event der Sonderklasse.

 

   

 

Der sagenumwobene ''Blitzen-Benz'' , von 1909, räusperte seine, in 4 Zylindern gepackten,  21,5 ! Liter Hubraum nach sorgfältigem Aufwärmen mit meterlangen Stichflammen aus seinen Waagrechten auspuffstutzen frei u8nd zog wie die Formelrenner aller Jahrzehnte seine Runden durch die Schluchten der Fabrikshallen. Was für ein Kontrast zu den aktuellen DTM und Formel1-rennern! Und erst Bernd Mailänder im F1-Pacecar! Er ließ den AMG fliegen. Unterhaltung die das Puplikum vor Begeisterung jauchzen ließ.

Was also ist nun mit der fantastischen ''4'' ? 

 

1934

In diesem Jahr wurde im Formelsport die 750-Kilo-Regel eingeführt um leichtere und leistungsschwächere (sic!) Fahrzeuge zu erzwingen Die W25-Renner von Mercedes, im für deutsche Renfahrzeuge üblichen Weiss lackiert, brachten bei der Abwaage zum Nürburgring-Rennen im Juni 1934 zuviel auf die Waage. Mit zahlreichen Bohrungen bis zu den radnaben wurde versucht dem Problem Herr zu werden, Ergebnis : 751 kg.

 

 

Da soll Manfred von Brauchitsch gesagt haben : '' Wen uns jetzt nichts einfaällt, sind wir die Lackierten''. Das brachte Renleiter Alfred neubauer auf die Idee, den Lack abschleifen zu lassen, mit blanker alukarosse war das Limit geschafft. Brauchitsch gewann das Rennen und der Mythos Silberpfeil war geboren.........

 

1954

Wieder einmal gab es eine neue Rennformel, der W196 wurde unter Federführung von Rudolf Uhlenhaut entwickelt, Rudolf Nallinger Leitete die Entwicklung des 2,5 l-8-Zylinder-Reihenmotors, mit mechanischer Direkteinspritzung! Beim Photographieren des Wagens sprach mich ein quirliger älterer Herr an ; ''Vor 50 Jahren hätten sie mich beim Arbeiten an diesem Auto Photographieren können, ich bin der Rennmechaniker von danals''. Alle Sensoren für unser historisches Autohobby waren sofort auf Empfang:'' Bitte erzählen Sie mir mehr''.

 

 

Josef Egetmeir gehörte von 1952-1955 zum Mercedes-Rennmechanikerteam, das Juan Manuel Fangio, karl Kling und den damals von Porsche zu Mercedes gewechselten, jungen Hans Hermann zu betreuen hatte. ''50 stunden Arbeit an einem Stück vor und während der Renen waren keine Seltenheit, dafür habe ich die halbe Welt gesehen''. Seine Augen glänzen mit dem Feuer der Begeisterung. Es spielt keine Rolle, daß die Ereignisse ein halbes Jahrhundert zurückliegen. Flugs präsentiert er noch eine Fanpostkarte und begrüsst mit den Worten '' Ja, Walter, schön dich zu sehen'' einen gepflegten , älteren Herren. Niemand geringerer, als Walter Schüller, den 1950 von der Karosseriebaufirma Beutler zu Mercedes gewechselten Karosseriebaumeister der Mercedrennabteilung und damit Schöpfer der legendären  W196R undW196 Stromlinie , einer der schönsten Wagen der Rengeschichte.

 

  

 

Hans Hermann ist selbsverständlich auch da. Er hat 1954 fünf Grand Prix bestritten, 8 WM-Punkte eingeheimst und ist mit der schnellsten Runde beim GP von Frankreich, in Reims, in die Annalen eingegangen.Nach einem Trainingsunfall ging er zu Porsche zurück, wo er 1953  begann. Eine lange Karriere sollte folgen, sowohl in der Formel1, als auch auf der Langstrecke, 1960 siegte er im 12-Stunden-Rennen von sSbring und bei der Targa Florio.

 

1964

Ein Zwischenspiel hans hermanns bei Abarth folgte, und das brachte unseren grossen Heimatbezug: Carlo Abarth himself führte sein Team zum Höhenstrassenrennen im September 1964, das von der Klosterneuburger Seite aus gestartet wurde. Klar, daß Hans Hermman siegte.

 

1966 ging er wieder zurück zum OPorsche-Sportwagenteam und erlebte dort einen 2. Frühling mit dem Sieg in Daytona 1968. Standesgemäß verabschiedete er sich 1970 mit einem Hit: dem Sieg beim "4-Stunden-Rennen von Le Mans , zusamen mit richard attwood auf Porsche 917.

Eugen Böhringer,Rallye-Europameister 1962 und  väterlicher Freund des harten Kerns des MBVCÖ, befragt zum Jahr 1964, bescheiden: '' Do han i e bissle was g'wonnen.'' Die Wahrheit ist, er heimste in diesem Jahr 7 Siege ein. Das grösste erlebnis war sicher die Wiederholung des Gesamtsieges von 1963, beim GROSSEN-STRASSEN-PREIS-VON-ARGENTINIEN mit Beifahrer Klaus Kaiser auf 300SE. Von 264 gestarteten Teams waren nur 58 ins Ziel gekommen, aber das ist eine andere Geschichte.............

 

2004

Alles bewegt sich, eine besondere Aufbruchstimmung ist zu spüren: Big Boss Jürgen Hubbert geht, Eckhard Cordes folgt Ihm nach, David Coulthard geht, Juan-Pablo Montoya komt, Mika Häkkinnen kehrt zurück in die Szene, zwar nicht in die F1, sondern in die DTM. Norbert haug; '' Auf Basis der letzten Rennen wollen wir 2005 weitermachen, da wird es Erfolge geben!''

 

Die Weichen für die Zukunft werden gestellt, 2014 wird man berichten wie sie gewesen sein wird. 

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