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LKW

Eine kurze Einführung in ein weiteres gewichtiges Thema

Text und Fotos: DaimlerAG

 

Gottlieb Daimler baut 1896 den ersten Lkw überhaupt, er erinnert in der Frühzeit des Automobils noch an eine motorisierte Kutsche. Daimler liefert ihn nach London, Transport kennt ausgangs des 19. Jahrhunderts längst keine Grenzen mehr. Wie beim Pkw, so stehen Gottlieb Daimler und Karl Benz auch beim Lkw über Jahrzehnte hinweg im Wettstreit: Während Daimler seinen ersten Lkw fertigt, arbeitet Benz an sogenannten Lieferungswagen, Vorläufern der heutigen Transporter. Und noch 1923, drei Jahre vor der Fusion der beiden Unternehmen, entwickeln sie unabhängig voneinander ihre ersten Lastwagen mit Dieselmotor. Damit beginnt eine Revolution des Antriebs.

 

Die Geschichte der Lkw mit dem Stern ist früh auch eine Geschichte von Übernahmen. So sind zahlreiche namhafte Marken der Lkw-Historie im heutigen Konzern DaimlerChrysler aufgegangen. Das beginnt bereits 1911 mit der Übernahme der Süddeutschen Automobilfabrik (SAF) in Gaggenau durch Benz, fortan das Nutzfahrzeugwerk des badischen Fabrikanten. Ob später Teile der Auto Union, ob Hanomag-Henschel, Krupp oder die amerikanische Marke Freightliner: Sie allen gehören zu den vielfältigen Wurzeln der heute weltweit erfolgreichen Nutzfahrzeuge von Mercedes-Benz.

 

In der an Höhepunkten reichen Geschichte der Lastwagen von Mercedes-Benz tauchen viele Fahrzeuge auf, bei deren Bezeichnung Lkw-Kenner mit der Zunge schnalzen. Da wäre bereits 1898 ein Lkw mit einem Zahnradgetriebe und einem Röhrenkühler (eine Erfindung von Daimlers engem Mitarbeiter Wilhelm Maybach). Da wären die ersten Diesel-Lkw des Jahres 1923. Im gleichen Zeitraum erleichtern Niederrahmen-Lastwagen die Beladung. Der Mercedes-Benz Lo 2000 steht 1932 für den ersten leichten Lastwagen in Großserie mit Dieselmotor, die Modelle L 6500, L 8500 und L 10 000 Mitte der dreißiger Jahre für beeindruckende Schwer-Lkw.

 

Mit dem L 311, und später zahlreichen davon abgeleiteten Lkw sowie dem neuen Unimog, startet die damalige Daimler-Benz AG erfolgreich in die Nachkriegszeit. Und der schwere L 6600 entwickelt sich zum Standard-Lkw unter den schweren Kalibern. Mit eigenwilligen Konstruktionen wie dem LP 333 mit zwei gelenkten Vorderachsen folgt das Unternehmen in den fünfziger Jahren der nicht minder eigenwilligen Gesetzgebung. Auf gleiche Zwängen sind Ende der fünfziger Jahre neue Kurzhauben-Lkw zurück zu führen. Ab Mitte der sechziger Jahre läuten die Frontlenker der LP-Baureihe in Europa das Ende der Hauber ein. Für die folgenden Lkw-Generationen NG ("Neue Generation"), LK ("Leichte Klasse") und SK ("Schwere Klasse") sind Frontlenker längst selbstverständlich. Ebenso wie umgekehrt der Wechsel vom Frontlenker zum Kurzhauber, den Mercedes-Benz ab 1977 mit der Baureihe T1 bei den Transportern vollzieht.

 

 

 Gottlieb Daimler und Karl Benz zunächst in hartem Wettstreit

 

LKW SAG Gaggenau 1910

 

Mercedes-Benz L5 und L 1000

LKW L 6500

Mercedes-Benz LP 315

LP 315

 

 L 5500 K

 

LP 1624 LPS und LS

LB 327

LP 1620

LP 608

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