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Die Baureihe 187 in der Presse:

ADAC-Motorwelt, Deutschland, November 1951:

"Die Fahreigenschaften des 220 in Summa betrachtet liegen nicht allein weit über dem gebräuchlichen Durchschnitt, sondern wir wagen sogar zu behaupten, dass es wohl auf der ganzen Welt nur vereinzelt Fahrzeugtypen gibt, die über so vollkommene Fahreigenschaften verfügen wie dieser Wagen."

 

Automobil Revue, Schweiz, Heft 5/1952:

"über den Mercedes-Benz 220: „Zweifellos ist er mehr, als er scheint. Seine Besitzer verfügen über ein schnelles, sicheres, komfortables und sparsames Fahrzeug, dessen Summe von Qualitäten nur von wenigen Tourenwagen seiner Klasse erreicht und allein von teureren übertroffen wird."

MODELLPROFIL W 187 - MB 220

Neustart in der Oberklasse

Text und Fotos: DaimlerAG

 

Auf der ersten Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt präsentiert Daimler-Benz im April 1951 die Pkw-Typen 220 und 300. Beide bieten völlig neu konstruierte Sechszylindermotoren mit oben liegender Nockenwelle. Der Typ 220 basiert, abgesehen von seinem 2,2 Liter Motor mit 80 PS (59 kW), weitgehend auf dem Typ 170 S. Fahrwerk und Karosserie sind nahezu identisch, die Scheinwerfer aber nun in die zu diesem Zweck modifizierten vorderen Kotflügel integriert. Der deutlich höheren Motorleistung entsprechend ist der 220 an den Vorderrädern mit Duplexbremsen ausgerüstet.

 220er1

Der 220 W 187 war die erste S-Klasse noch bevor es diese Kategorie gab.

 

Der Konstruktionschef Fritz Nallinger sagt in einem Bericht von 1951: „Da der in sich vollkommen ausbalancierte Sechszylindermotor, der außerdem noch einen Schwingungsdämpfer hat und durch große Gummilager weich im Fahrgestell sitzt, in jeder Drehzahl geräuschlos und erschütterungsfrei arbeitet, gestaltet sich das Fahren in diesem wirtschaftlichen und komfortablen Reisewagen nicht nur angenehm, sondern jedes Mal wieder zu einem freudigen Ereignis.“

 220 M180

Der 6-Zylinder-Motor M180 war die erste Nachkriegskonstruktion und wurde immerhin bis in die 70er weiterentwickelt.

 

Wie der 170 S wird auch der 220, dessen Serienproduktion im Juli 1951 anläuft, in drei Karosserievarianten – Limousine, Cabriolet A und Cabriolet B angeboten. Die beiden Cabriolets, positioniert als sportliche Reisewagen mit exklusivem Charakter, lösen die entsprechenden Ausführungen des 170 S ab, deren Produktion im November 1951 ausläuft.

 

Neben den genannten Karosserietypen, die für jeden finanziell hinreichend ausgestatteten Interessenten erhältlich sind, werden zwischen August 1952 und Mai 1953 insgesamt 41 offene Tourenwagen für die Polizei produziert. Auf den ersten Blick zeigt diese Version eine starke Ähnlichkeit mit dem Cabriolet B, unterscheidet sich von diesem aber einerseits in der Ausführung als Viertürer und weist andererseits – wie für offene Tourenwagen traditionell üblich – ein Verdeck ohne Sturmstangen auf. Darüber hinaus ist der 220er auch als Fahrgestell für Sonderaufbauten lieferbar, bei Lueg in Bochum entstehen im Oktober 1952 acht Krankenwagen, und das Karosseriewerk Binz in Lorch baut zwischen Oktober 1952 und Juli 1954 mehr als 30 Polizei-Funkwagen auf 220er Fahrgestell.

 

220 Cp

 Eine besonders seltene Version ist der 220er als elegantes Coupé mit Schiebedach

 

Im November 1953 erhält das Cabriolet A eine leicht gewölbte statt der bisher geraden Frontscheibe, mit der die sportliche Note dieses Modells stärker hervorgehoben werden soll. Ab Dezember 1953 gibt es – auf „wiederholtes Drängen einzelner prominenter Persönlichkeiten“, wie es in einem Rundschreiben der Verkaufsleitung heißt – eine weitere Aufbauvariante: ein Coupé, das hinsichtlich Verkaufspreis und produzierter Stückzahl zur exklusivsten Version des Typ 220 avanciert. Technisch wie stilistisch basiert das Coupé auf dem Cabriolet A; ab April 1954 wird in beide Varianten ein höher verdichteter, leistungsgesteigerter Motor mit 85 PS (63 kW) eingebaut, der für das ab Juni 1954 produzierte Nachfolgemodell, den Typ 220 a, entwickelt worden war.

 220 Cabriolet B

 Das 220 Cabriolet B

 

Im Mai 1954 endet die Produktion der 220er Limousine, nachdem das letzte Cabriolet B bereits ein Jahr zuvor die Sindelfinger Werkshallen verlassen hat viele potentielle Kunden sahen in der gut 2 500 DM billigeren Limousine mit Schiebedach offenbar die attraktivere Alternative. Coupé und Cabriolet A werden noch bis Juli respektive August 1955 weitergebaut. Danach vergeht mehr als ein Jahr, bis beide Karosserietypen auch vom neuen 220er mit Pontonkarosserie erhältlich sind.

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